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Der rote Marker aus "Dead Space"

Inspi(el)ration: „Dead Space“

Bekanntermaßen bin ich ja großer Sci-Fi und Horror-Fan, besonders surreale und verstörende Elemente haben es mir angetan. Daher überrascht es kaum, dass die „Dead Space“-Reihe zu den Spielen gehört, die mich nicht nur am meisten beeindruckt, sondern ganz sicher auch inspiriert haben. In „Tartaros“ und meinem für 2018 geplanten Roman wird es deutliche Anspielungen auf „Dead Space“ geben.

Worum geht es in „Dead Space“?

Der erste Teil ist klassischer Survivalhorror im Science-Fiction-Setting. Isaac Clarke, Ingenieur und Hauptfigur der Reihe, soll mit dem Rest seiner Crew auf dem Bergbauschiff Ishimura nach dem Rechten sehen. Seine Freundin Nicole ist dort stationiert, was die ganze Sache für Isaac auch persönlich interessant macht. Doch dann laufen die Dinge nicht so wie geplant und schnell wird klar, dass die Ishimura ganz andere Probleme hat als irgendwelche technischen Defekte …

So beginnt „Dead Space“:

Was fasziniert an „Dead Space“?

Obwohl der Nachfolger „Dead Space 2“ spielerisch weitaus besser geraten ist (es gibt mehr Abwechslung, ein komplexeres Waffensystem und eine bessere Inszenierung) ist es gerade die Reduzierung auf das Wesentliche, das den Erstling so packend macht. Isaac spricht außerhalb der Cutscenes kein Wort, selbst sein Gesicht bekommt man nur höchst selten zu sehen. Quasi ein Gordon Freeman im Weltraum. Gleichzeitig entfaltet sich die Geschichte über (Audio)tagebücher der Crew und über Inschriften in Wänden. Die Fanatiker der Unitology-Kirche, der Marker, grausame Mutationen und eine unglaublich bedrückende Stimmung machen „Dead Space“ zu einem schweißtreibenden und emotional grandiosen Spiel. So muss Sci-Fi-Horror sein!

Es gibt nur eine Handvoll Spiele, die es schaffen, mich auch außerhalb des Spielerlebnisses zu fesseln. Die ganze Hintergrundgeschichte, der religiöse Fanatismus, die Geschichte von Nicole (Spoiler: Setzt mal die Anfangsbuchstaben der englischen Levelnamen zusammen) und natürlich der eine oder andere Storytwist waren sehr gut inszeniert.

Der „Twinkle“-Trailer bringt die Atmosphäre des Spiels sehr gut auf den Punkt. Man muss schon wirklich Horrorfan sein, um das durchzuhalten. Abgesehen vom enormen Gruselfaktor ist das Spiel unglaublich blutig, das Zerstückeln der Gegner ist Spielelement. Spieler*innen mit schwachen Mägen sollten einen Bogen darum machen. Für alle anderen gilt: Spielen!

Mein Horror-Podcast „Tartaros“ startet im Dezember

Jetzt auch noch ein Podcast? Und ob! Im Dezember starte ich mit „Tartaros“, in dessen Rahmen ich eine Fortsetzungsgeschichte schreiben und lesen werden. Das Ganze wird noch mit elektronischer Untermalung versehen, damit die Atmosphäre passt. Die Idee dazu trage ich schon lange mit mir herum, doch zeitliche Probleme ließen es zuvor nicht zu, dass ich den Podcast wirklich umsetze. Nun jedoch ist es gesetzt und so soll es geschehen!

Tartaros ist der Horror-Podcast von Sascha Dinse

Worum geht’s in „Tartaros“?

Ohne an dieser Stelle zu spoilern, kann ich versprechen, dass die einzelnen Episoden eine zusammenhängende Geschichte erzählen werden, am Ende natürlich stets mit dem obligatorischen Cliffhanger. Horror-Sci-Fi würde ich es nennen, was euch erwartet. Selbstverständlich habe ich mir auch wieder den einen oder anderen Twist bereitgelegt, es wird die üblichen surrealen Elemente geben, blutig wird es dann und wann natürlich auch. Die Handlung wird in verschiedenen Episoden zu einem großen Ganzen zusammengesetzt.

Den Anfang macht „Episode 1: Vara“, in der ihr den Protagonisten und seine aktuelle Situation kennenlernen werdet. Schräg, bedrohlich, unheimlich. Und ihr lernt Vara kennen, diese mysteriöse Person, von der nicht so recht klar ist, welche Ziele sie verfolgt.

Vara, Episode 1 aus dem Horror Podcast "Tartaros" von Sascha Dinse

„Tartaros“ wird in jeder Episode ein weiteres Stück des Puzzles aufdecken, so dass sich hoffentlich ein anständiger Spannungsbogen einstellt. Wer eine bestimmte meiner Geschichten kennt (nein, ich spoilere hier nicht), wird eventuell im Verlauf von „Tartaros“ feststellen, dass es einige Verbindungen gibt. Der Podcast gehört also zum Kanon, wenn ihr so wollt. Es ist in sich eine separate Geschichte, die sich aber in die Ereigniskette einreihen lässt, in der einige meiner anderen Stories spielen.

Wie gewohnt wird das Setting eher minimal sein, erzählt aus der Perspektive des Protagonisten. Wer schon mal eine meiner Lesungen besucht hat, wird sich schnell heimisch fühlen.

Wo finde ich den Podcast?

Ich werde die ersten Episoden frei verfügbar auf meinem Patreon-Profil veröffentlichen. Langfristig möchte ich den Podcast exklusiv meinen Patrons anbieten, damit es sich noch mehr als jetzt lohnt, Patron zu werden. Wahrscheinlich werde ich die erste Staffel (die voraussichtlich fünf Episoden umfassen wird) noch komplett frei anbieten und erst danach Patron-exklusiv werden. Schau’n wir mal.

Ich experimentiere noch mit der Freigabe der Podcast-RSS-Adresse, damit ihr den Podcast direkt in eurer Lieblingsapp hören könnt. Der Plan ist also langfristig, dass jede/r, der/die mich auf Patreon unterstützt (ab 1 € im Monat) in den Genuss einer wöchentlich erscheinenden Episode kommt. Das klingt doch erst mal nicht so schlecht, nicht wahr?

blüte auf schwarzem hintergrund

Ich verlose Nebenrollen in meinem Roman!

Gewinnspiele sind was Feines. Sie generieren Aufmerksamkeit, Reichweite, erhöhen vielleicht die Bekanntheit … alles super. Gleichzeitig sind die Gewinne meist eher physischer Natur, mal ein Buch, mal ein elektronisches Gerät. Langweilig. Da ich schon immer Freund unkonventioneller Ideen war, habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen.

Ich verlose zwei Nebenrollen in meinem Roman.

 

Sascha Dinse, Horrorautor

Jetzt ist es raus. Wer also schon immer mal in einem düsteren Sci-Fi-Horror-Roman mitspielen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Die Teilnahmebedingungen findet ihr auf meinem Patreon-Profil, grundlegende Voraussetzung für die Teilnahme ist nämlich, dass ihr Patrons werdet. Ab einer Unterstützung von 1€ im Monat (das sind läppische 12€ im Jahr!) kommt ihr mit in den Lostopf. Viel wichtiger allerdings: mit einer Unterstützung helft ihr mir dabei, meine Schreiberei weiterführen zu können. Die finanzielle Dimension ist eine, die emotionale eine ganz andere. Wie großartig wäre es denn, hätte ich in ein paar Jahren 3000 Unterstützer*innen, die mir je einen Euro im Monat zukommen lassen? Davon könnte ich leben, so dass ich alle Zeit der Welt zum Schreiben hätte. Patrons bekämen dann jede Menge exklusiven Kram (alternative Enden, anyone?) und alle wären glücklich. Hach, man wird ja noch träumen dürfen.

Hier noch mal in Kürze:

gewinne eine nebenrolle im roman von sascha dinse

Der Plan ist, den Roman in 2018 fertig zu schreiben, so dass er, vorausgesetzt, ich finde einen Verlag, vielleicht irgendwann 2019 erscheinen kann.

nebliger Wald

Wo ich stehe und wohin ich will

2017 war kein leichtes Jahr für mich. Neben enorm viel beruflichem Stress und künstlerischer Stagnation erlebte ich diverse private Tiefschläge, die dafür sorgten, dass ich in 2017 weit weniger zustande gebracht habe, als geplant war. Meine Geschichtensammlung, die eigentlich schon für Anfang dieses Jahres geplant war, wird nun voraussichtlich erst 2018 erscheinen. Solange die Qualität meinen Ansprüchen genügt, kann ich mit einer Verzögerung leben.

Mit „Isabelle“, „Alioth“, „Ex inferis“ und „Charlotte“ habe ich zumindest ein paar Geschichten fertigschreiben können, bis Ende des Jahres soll noch eine weitere folgen, für die ich bisher noch keinen Titel habe. Insgesamt ist dieser Output natürlich absolut nicht ausreichend, wenngleich das Feedback zu allen Geschichten sehr gut war. Um mir langfristig eine Basis an Fans u.a. auf Patreon aufzubauen, muss ich aber deutlich mehr schreiben und veröffentlichen. Sobald meine Sammlung auf dem Markt ist, werde ich die Arbeit an einem Roman beginnen, der in 2018 wohl meine gesamte Schreibzeit in Anspruch nehmen wird. Ich kleckere nicht, sondern klotze, von daher strebe ich 500 Seiten feinster Sci-Fi-Horror-Philosophie an. Man muss sich ja bekanntlich Ziele setzen, und da ich dünne Bücher ohnehin nicht mag, erscheint es nur logisch, dass ich ein einigermaßen dickes schreiben werde.

Daneben starte ich im Dezember 2017 einen Podcast namens „Tartaros“, in dessen Rahmen ich eine exklusive Fortsetzungsgeschichte schreiben und natürlich lesen werde. Mit ein wenig elektronischer Untermalung sollte das recht atmosphärisch werden. Längerfristig plane ich, den Podcast exklusiv für meine Patrons zu machen. In Patreon setze ich die Hoffnung, dass es mir gelingt, im Laufe der nächsten Jahre eine stabile Unterstützerbasis zu schaffen, mit deren Hilfe ich zumindest Teile meines Lebensunterhaltes finanzieren kann. Selbstverständlich zeige ich mich meinen Unterstützer*innen erkenntlich, indem sie exklusiven Zugriff auf Veröffentlichungen, Hörbücher, ggf. Merch etc. haben werden.

Beruflich kann ich noch überhaupt nicht sagen, ob 2018 dort irgendeine Veränderung bringen wird. In irgendeiner Weise vom Schreiben leben zu können, ist noch immer genauso illusorisch wie in den Jahren zuvor. So heißt es also erst mal weiterhin viel arbeiten, wenig Zeit zum Schreiben haben. Ich bin motiviert, versteht mich nicht falsch, aber manchmal gibt es diese Tage, an denen ich mich frage, ob das, was ich mir im Leben vorgenommen habe, überhaupt irgendeinen Sinn hat. Sicher, Selbstzweifel gehören besonders zum Leben von Künstlern, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde ich versuchen, ein brennendes Haus nur mit einer Sprühflasche zu löschen. In der Benzin ist. Je mehr ich mich den Herausforderungen des Lebens entgegenstelle, desto mehr zeigt mir das Leben, was es davon hält. Nichts.

Gut, bleibt zu hoffen, dass ich das mit dem Podcast gut hinbekomme, dass dieser gut aufgenommen wird und mich ausreichend motiviert, meinen Roman in 2018 nicht nur zu beginnen, sondern fertigzustellen. Das Leben legt sich mit Sicherheit schon gerade die Knüppel bereit, die es mir nächstes Jahr zwischen die Beine werfen wird, aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Und letztlich wäre das Leben doch auch total langweilig ohne Herausforderungen, oder?

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Schreibmaschine mit einem eingespannten Blatt Papier darin

Warum gute Geschichten Zeit brauchen

Sascha Dinse, goth as fuck :P Schriftsteller Horror und Science-Fiction

Da sitze ich also hier und versuche, das Ende einer Geschichte zu Papier zu bringen. Ich weiß in der Tat bereits, wie die Geschichte enden wird, aber der Weg dahin … der ist beschwerlich. Schließlich soll ja alles passen, rund sein, nichts vorwegnehmen, trotzdem schon Anspielungen enthalten, Twists bieten, keine Plotholes erzeugen und so weiter. Jaja, kaum hat man einen gewissen Anspruch an sich selbst, werden alle Dinge komplizierter. Vor allem dauern sie länger. Die Geschichte, an der ich gerade arbeite, „Ex inferis“, ist ein schönes Beispiel dafür. Die Grundidee war recht simpel, doch mit der Zeit entwickelten sich Stränge, quasi von selbst, als hätte die Geschichte selbst sie hervorgebracht. Allein darüber könnte ich schon wieder eine Geschichte schreiben. Aber lassen wir das. Nun ja, es beginnt mit einer Grundidee, diese wird dann aufgeschrieben, eine Geschichte entsteht. Und dann kommt er, dieser magische Moment, in dem sich alles umdreht, in dem alles plötzlich so viel mehr wird, als es vorher war. Ich liebe und hasse diesen Augenblick, denn zum einen bedeutet er zwar, dass von nun an die Geschichte komplex und vielschichtig wird, zum anderen beginnt aber ab hier der anstrengende Teil. Wenn dir deine Lektorin dann schreibt, dass sich von der 80%-Version der Geschichte vollkommen begeistert ist, dann macht es die Aufgabe, einen vernünftigen Schluss zu schreiben, nicht gerade einfacher, besonders wenn man selbst sein größter Kritiker ist.

Wenn es nicht lange dauert, ist es nicht gut

Ja, so simpel könnte ich es ausdrücken. All meine Geschichten brauchen eine gewisse Reifephase, in der ich sie besser mache, zu mehr, als sie vorher waren. Ob nun in „Endstation“, das zum Ende hin zu einer ultra-philosophischen vielschichtigen Geschichte mit Metaplot wurde, wobei es als recht lineare Idee begann, oder „Isabelle“, an der ich insgesamt über ein Jahr gearbeitet habe (mit großzügigen Pausen, gebe ich zu).

„Ex inferis“ nun ist genau so ein Beispiel. Von der ursprünglichen Idee hat die Geschichte sich immer mehr entfernt und gerade heute wurde mir klar, wie ich mich in Richtung Ende bewegen muss. Ich kann versprechen, dass es diesmal ein wirklich böses Ende wird. Auch wenn ich überwiegend Horror schreibe im Moment, enden die Geschichten doch oft mit einer positiven Note, also irgendwie. Ich kann nachvollziehen, dass die Leser*innen diese Ansicht nicht unbedingt teilen, aber ich verbinde mit den meisten Geschichten, allen voran „23b“ durchaus ein positives Ende. Aber das ist wohl Geschmacksache.

Das Ende ist das, worauf es ankommt

Gerade in Horrorgeschichten ist das Ende meist das, was dem Leser später noch im Gedächtnis bleibt. Umso wichtiger ist es, ein angemessenes, überraschendes und doch schlüssiges Ende zu finden. Klingt einfach. Ist aber schwer. Denn wie soll ich etwas beenden, das sich meiner Kontrolle zum einem gewissen Teil entzieht? Ich weiß, wie „Ex inferis“ enden wird, aber die letzten vier, fünf Seiten sind die schwersten. Es soll düster sein, nicht zuviel verraten, gleichzeitig aber nicht so undurchsichtig sein, dass niemand es versteht. Das ist bei weitem schwieriger, als es klingt.

Und so heißt es dann morgen, die Ideen zusammenzufügen zu einem Ende, das der Geschichte würdig ist. Irgendwie ist es aber so, als würde man etwas verlieren, wenn man eine Geschichte beendet. Solange man daran arbeitet, ist man Teil davon. Sobald sie aber fertig ist, ist man nur noch Betrachter. Das mag seltsam klingen, aber ich glaube, das ist ein Teil meines Problems. Ich kann schlecht loslassen, besonders, wenn es sich um etwas handelt, das direkt von mir stammt.

Aber natürlich wird auch „Ex inferis“ genau das richtige Ende bekommen. Es ist eben nur eine Frage der Zeit.

Sascha Dinse liest auf dem DARKERKANT Kunstfestival in Hamburg am 13.10.2017

Ich lese am 13.10.2017 in Hamburg

Liebe Freund*innen der düsteren Unterhaltung, ich werde mal wieder lesen. Ja, wird Zeit, werdet ihr sagen, meine letzte Lesung auf dem WGT 2017 liegt nun auch schon wieder eine ganze Weile zurück.

Hamburg also, diese Stadt, in die ich aus rein privaten Gründen nur dann einen Fuß setze, wenn es sein muss (siehe auch: Kram, emotionaler). Aber für die Kunst, hey, mache ich das natürlich. Am 13.10.2017 werde ich im Rahmen des „DARKERKANT“-Kunstfestivals lesen (hier findet ihr mehr Informationen zur Grundidee des Ganzen). Das Ganze findet auf der „CAP SAN DIEGO“ statt. Das klingt nicht nur wie ein Schiff, es ist eins! Für eine Lesung könnte der Ort also nur dann noch passender sein, wenn ich Piratengeschichten schriebe. Keine Sorge, das wird nicht passieren.

Liste der Künstler beim Darkerkant in Hamburg, u.a. Sascha Dinse

’ne Lesung auf ’nem Schiff? Will ich!

Klar, Karten kaufen kann man direkt hier. Achtet darauf, dass die Veranstaltung über zwei Tage geht. Ich lese am 13.10.2017, just saying ^^

Da wir ja heute mit diesem Internetz über moderne Möglichkeiten verfügen, hier auch noch der Trailer zum Event:

Was wird’s von mir in Hamburg zu hören geben?

Ich werde aus „Ex inferis“ lesen, einer aktuellen Geschichte aus meiner Feder. Die Pariser Katakomben spielen eine Rolle, es wird wirklich gruselig und wie gewohnt auch richtig schräg. Anders als in meinen sonstigen Geschichten steht hier nicht der „Urban Horror“ im Vordergrund, sondern gewissermaßen klassischer Grusel, wenn man das so nennen will. Schauplatz ist Paris, zur Zeit der Weltausstellung 1889, es wird also historisch.

Und Zwillinge spielen eine Rolle. Als ob die Geschichte nicht auch so schon gruselig genug wäre. Für Albträume im Nachgang übernehme ich keine Haftung.

Auszug aus "Ex inferis" von Sascha Dinse
3D-Grafik von Andreas Schwietzke, Cover der Anthologie "Inspiration"

„Inspiration“ – Grafik trifft Geschichten

So, die nächste Veröffentlichung steht in den Startlöchern. Diesmal von meiner Seite kein Horror, sondern Science-Fiction. Naja, gruselig ist es stellenweise schon, aber die philosophischen Sci-fi-Elemente überwiegen. Doch bevor ich zu einer kurzen Beschreibung meiner Geschichte „Alioth“ komme, erst mal ein paar einführende Worte zur „Inspiration“.

Ja, „Inspiration“ heißt die Geschichtensammlung, die von Herausgeberin Marianne Labisch (mit der ich schon mehrfach sehr konstruktiv für das Lektorat von Geschichten zusammengearbeitet habe) zusammengestellt wurde. Basierend auf Grafiken von Andreas Schwietzke (hier geht’s zu seinem Facebook-Profil, da findet ihr auch mehr Bilder), aus denen sich die teilnehmenden Autoren eines aussuchen sollten, entstand ein Band, der Bilder und Geschichten enthält. Auf den Motiven der Bilder basierend, aber ohne weitere Einflussnahme oder Vorgaben vonseiten des Künstlers, sollten die Autoren Geschichten schreiben.

Tja, ich suchte mir ein Bild namens „Alioth“ aus (das findet ihr hier) und begann damit, einen Plot zu stricken, der mir beim Betrachten des Bildes in den Sinn kam. Irgendwas düsteres, einsames sollte es werden, und was soll ich sagen, das ist es geworden.

zitat aus "alioth" von sascha dinse

„Alioth“ ist eine für mich typische Sci-fi-Geschichte: reduziert auf das Wesentliche, in sich eher philosophisch als actionlastig, mit den üblichen verwirrenden Sprüngen, die natürlich am Ende ein großes Ganzes ergeben – inklusive Twist am Ende. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, in „Alioth“ kleine Eastereggs einzubauen, die aber nur Mensch*innen verstehen werden, die mit mir W40K spielen ^^ Ich habe mich bemüht, den Twist am Ende möglichst unvorhersehbar zu machen, und hoffe, dass mir das gelungen ist. Wie immer muss man beim Lesen mitdenken, um zu verstehen, was eigentlich geschieht. „Alioth“ spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, nicht nur als der Stern im Sternbild Großer Bär, sondern als etwas, das unbeschreiblich ist. Ihr werdet sehen …

Natürlich kann ich nicht wissen, welche Inspiration Schwietzke hatte, als er sein „Alioth“ schuf. Doch ich empfand gleich eine gewisse Verbindung zu dem Bild, da ich ohnehin irgendwo in meinem Kopf die Idee zu einer Geschichte hatte, die Einsamkeit und Verlust thematisieren sollte. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Geschichten in der Anthologie, da ich weder weiß, welche anderen Bilder, noch welche anderen Autor*innen vertreten sind. Von meiner Seite aus also gruselige Science-Fiction, mal sehen, was die anderen so beigesteuert haben.

Die Bilder- und Geschichtensammlung „Inspiration“ (ein durchaus treffender Titel, denn genau darum geht es ja) soll im Herbst 2017 erscheinen. Parallel erscheint ein Band mit Interviews zwischen dem Künstler und der Herausgeberin, in dem sich beide über die Umsetzung der Bilder in Geschichten unterhalten. Selbstverständlich findet ihr weitere Informationen hier auf dem Blog, sobald die Bände erschienen sind.

Zwielicht 10 ist erschienen und enthält „Isabelle“

Zum nunmehr dritten Mal habe ich eine Geschichte im „Zwielicht“-Horrormagazin unterbringen können. Nach „23b“ in „Zwielicht 5“ und „Endstation“ in Nummer 8 hat es nun meine „Isabelle“ in die Jubliäumsausgabe geschafft. Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob meine bislang blutigste Geschichte an die Erfolge ihrer Vorgängerinnen, die beide äußerst positiv aufgenommen wurden, anzuknüpfen vermag.

Zwielicht X ist als Print- und E-Bookausgabe erhältlich, u.a. bei Amazon.

cover zwielicht x horroranthologie

Wie üblich bietet auch die zehnte Ausgabe des Zwielicht-Magazins vielseitigen Horror, sei es nun eher misanthropisch-zynisch wie in meiner „Isabelle“ oder gesellschaftskritisch wie in „Inser der Glückseligen“ oder ziemlich psycho wie in „Mona“ – geneigte Leser*innen werden hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen.

inhaltsverzeichnis zwielicht x horroranthologie

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf „Isabelle“:

beginn der horrorgeschichte "isabelle" von sascha dinse, enthalten in der zwielicht x horroranthologie

Ich wünsche schaurige Unterhaltung!

 

glühlampe auf schwarzem hintergrund

COMING SOON: „Aus finstrem Traum Vol.1“ Geschichtensammlung

Seit einer Weile schon plane ich die Veröffentlichung meiner ersten „eigenen“ Publikation, also abseits von Anthologien, in denen ich nur ein Autor unter vielen bin. Nun bin ich endlich soweit, verlautbaren zu können, dass die Geschichten für Vol.1 feststehen und (tadaa!) bis auf zwei auch fertig geschrieben sind. „Ex inferis“ und „Charlotte“ sind aber auch so gut wie fertig, von daher ist es durchaus realistisch, wenn ich hier ankündige, dass Vol.1 noch diesen Herbst erscheinen wird.

Sascha Dinse, goth as fuck :P Schriftsteller Horror und Science-Fiction

Welche Geschichten werden enthalten sein?

Ich stelle sie euch im Folgenden kurz vor, ohne Spoiler natürlich.

„23b“

Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Doch Jill, die nebenan in Apartment 23b einzieht, scheint wirklich ganz nett zu sein. Wären da nicht einige ziemlich bizarre Dinge, die in den folgenden Tagen ihren Lauf nehmen. Und was zur Hölle ist in diesem Koffer unter dem Bett?

Mein „23b“ erschien in „Zwielicht 5“, schaffte es 2014 zu einer Nominierung für den Vincent-Preis (jaja, Spitzenwortspiel) und belegte dort den sechsten Platz in der Kategorie Kurzgeschichten.

„Alioth“

Eine Mission, von der es keine Wiederkehr gibt, irgendwo tief im All. Was die vierköpfige Crew zu tun hat, ist zu wichtig, als dass das Leben eines Einzelnen ins Gewicht fiele, geht es doch um nichts Geringeres als das Schicksal der Menschheit. Doch was, wenn man die Chance erhielte, das, was verloren ist, zurückzubekommen? Was wäre man bereit zu tun, um die zu retten, die man mehr als alles liebte?

„Alioth“ ist eine düstere und melancholische Geschichte, die ich zwar zur Science-Fiction zähle, die aber ebenso Horrorelement und die für mich typischen surrealen Elemente enthält.

zitat aus "alioth" von sascha dinse

„Jahrestag“

Im Grunde ist „Jahrestag“ eine romantische Geschichte. Wäre da nicht das kleine Detail, dass Halloween vor der Tür steht, und das bedeutet, dass es Zeit für ein neues Opfer ist.

Die kürzeste Geschichte in der Sammlung, gleichzeitig offenbar beliebt. Immerhin wurde „Jahrestag“ schon in drei Anthologien veröffentlicht.

„Das Alison-Szenario“

Als Jonas im Frachtraum des Forschungsraumschiffs „Johannes Kepler“ erwacht, scheint niemand außer ihm an Bord zu sein. Lediglich „Ark“, die künstliche Intelligenz des Schiffs ist übrig, um gemeinsam mit Jonas herauszufinden, was vorgefallen ist. Die Reise durch das gigantische Schiff birgt die eine oder andere schockierende Erkenntnis … für beide Protagonisten.

„Endstation“

Stark von philosophischen Elementen inspiriert, mit autobiographischen Versatzstücken angereichert und mit voller Absicht so konstruiert, dass man die Geschichte mindestens zwei Mal lesen muss, um sie vollständig zu erfassen – das ist „Endstation“. Die Horrorgeschichte erschien in „Zwielicht 8“ und wurde dort sehr gut aufgenommen.

„Susan“

Dass ich oft Elemente aus meinem Leben in Geschichten verarbeite, ist weder ein Geheimnis, noch überraschend. „Susan“ ist dennoch eine besondere Geschichte für mich, da hier viele verschiedene Elemente kombiniert werden, Sci-fi und Horror zum einen, persönliche Motive zum anderen. Komplex, gruselig, zum Mitdenken.

„Isabelle“

Gerade ganz frisch (Juli 2017) in „Zwielicht X“ erschienen, bringt natürlich auch „Isabelle“ alle Elemente mit, die ich gern in meine Geschichten einbaue: urbane Bezüge, Dialoge mit Hintergrund, die eine oder andere Wendung, ziemlich viel Blut (im Vergleich zu sonst) und ein Ende, das die Leser*innen sicher nicht kalt lassen wird.

Ich bin sehr gespannt, wie „Isabelle“ in „Zwielicht X“ aufgenommen wird.

zitat aus "isabelle" von sascha dinse

„Ein neuer Morgen“

Aber nun zu etwas völlig anderem: Fantasy. Ja, richtig gelesen, sowas schreibe ich auch. Sehr selten, aber warum nicht. „Ein neuer Morgen“ entstand schon vor längerem für eine Fantasy-Anthologie, ist aber dennoch meinen sonstigen Geschichte ähnlich. Der Aufbau, das Springen zwischen Orten und Zeiten, die Auflösung des Ganzen … wer sonst nur meine Horror- oder Sci-fi-Ausflüge kennt, sollte dem hier eine Chance geben. Für meine Verhältnisse ziemlich romantisch.

„Ex inferis“

Wahrnehmung und Wirklichkeit sind nicht immer kongruent. Das stellt auch der Protagonist in „Ex inferis“ fest, als er mit Frau und Kind einen Ausflug nach Paris unternimmt, natürlich inklusive Besuch in den Katakomben. Es heißt, dass niemand von dort unten als der Mensch zurückkehrt, der er vorher war. Da ist etwas dran, wie sich zeigen wird …

„Charlotte“

Inspektor Finnigan ist im Channard-Institut für Geisteskrankheiten auf der Suche nach einer verschwundenen Patientin. Schritt für Schritt bringt er Licht an diesen dunklen Ort, doch was er findet, übersteigt sein Vorstellungsvermögen bei weitem.

So, und jetzt entschuldigt mich, ich muss schreiben …

Saal mit gepolsterten Stühlen, vielleicht ein Theater

Mal was anderes … ich schreibe ein Theaterstück!

Kurzgeschichten, Gedichte, irgendwann mal ein Roman – das sollte jetzt niemanden überraschen. Das mache ich durchaus und kann auch schon die eine oder andere Referenz nachweisen (naja, bis auf den Roman, aber der kommt noch). Nun aber mache ich etwas für mich gänzlich Neues: Ich schreibe ein Theaterstück! Und zwar für das „Theaterpack“ aus Leipzig. Ja, die heißen wirklich so.

Saal mit gepolsterten Stühlen, vielleicht ein Theater

Worum geht’s dabei? Das „Theaterpack“ veranstaltet dann und wann Krimidinners, bei denen natürlich ein Plot für ein Theaterstück benötigt wird. Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, meine Talente in diesem Bereich mal auszuprobieren. Meine Geschichten sind oft ohnehin so angelegt, dass ich eine Drehbuchversion im Hinterkopf habe beim Schreiben. Wie schwer kann es also sein, ein Theaterstück zu schreiben … naja, mal sehen 😛 Eine Idee habe ich, einen Plot mit Charakteren baue ich gerade, die üblichen kleinen Details, Twists etc. werden natürlich auch nicht fehlen. Aber für ein Ensemble von vier Schauspielern und für eine öffentliche Aufführung vor Publikum zu schreiben ist dann doch was anderes, als eine Kurzgeschichte zu verfassen, die in meinem kleinen Universum stattfindet und in der ich keine Rücksicht auf Nachvollziehbarkeit oder gar sowas wie ein Happy-End nehmen muss. Ja, ein nicht allzu düsteres Ende ist explizit erwünscht, immerhin sollen die Gäste ja nicht vollkommen deprimiert aus der Veranstaltung gehen. Das würde ich hinkriegen, keine Frage.

Anders als bei einer meiner Geschichten, bei denen ich es ja oft darauf anlege, die Leser*innen herauszufordern, auch auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht jede Nuance der Geschichte so verstanden wird, wie ich sie gemeint habe, dass vielleicht bestimmte Elemente nicht einmal entdeckt werden. Bei einem Theaterstück ist für mich die größte Herausforderung, den richtigen Mittelweg zwischen versteckten Anspielungen und einer größtmöglichen Zugänglichkeit zu finden.

Die Uraufführung soll, wenn ich mich recht erinnere, im November 2017 stattfinden, es wird dann wohl an mehreren Orten gespielt. Ich bin wirklich aufgeregt und möchte natürlich die bestmögliche Leistung abliefern. Das bedeutet in den nächsten Tagen erstmal Plotten, die Charaktere runder machen und natürlich an der Story feilen, damit sie spannend, überraschend und dennoch nachvollziehbar ist. Auf die für mich typischen Erzählsprünge muss ich hierbei verzichten, mal sehen, wie gut ich darin bin, etwas vergleichsweise Lineares zu schreiben. Und das mit dem Happy-End wird wirklich schwierig …