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Meine Rezension zu: „Ghost Stories“ (Kino)

Spoilerfreie Review, #justsaying.

Gestern mal wieder im Kino gewesen. Muss ja auch mal sein. „Ghost Stories“ stand auf dem Programm, nachdem der Trailer Lust auf den Film machen konnte. Ohne übermäßige Erwartungen, aber mit dem Wunsch, sich mal wieder etwas zu gruseln, ging ich also in die englische OV des Films.

Der Film beginnt mit einem Rückblick auf die Geschichte des Protagonisten Philip Goodman, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Scharlatanen im Bereich des Übernatürlichen das Handwerk zu legen. Er versteht sich als Berufsskeptiker, der nicht an Geister und dergleichen glaubt. Eines Tages jedoch erhält er Post von einer wahren Legende aus seinem Feld, von jemandem, den alle für tot hielten. Goodman soll für diesen anderen Skeptiker drei Fälle lösen, an denen dieser verzweifelt ist. Drei Fälle, in denen es offenbar wirklich übernatürliche Erscheinungen gab, die durch nichts anderes zu erklären waren.

So, genug von der Handlung erzählt. Alles weitere würde spoilern. Ich kann aber soviel verraten: Der Film ist nicht so linear, wie es zunächst den Anschein hat. Da passiert noch was. Freunde meiner Geschichten könnten das, was passiert, durchaus mögen. Die Atmosphäre von „Ghost Stories“ ist sehr gelungen. Ob trostloser Vorort, runtergekommener Wohnwagen oder traumhaftes Anwesen (was für ein Haus, in dem der von Martin Freeman gespielt Charakter wohnt!), die Inszenierung trifft immer genau ins Schwarze.

Die drei einzelnen Geschichten sind überraschend gruselig ausgefallen, besonders die erste war bereits ziemlich fies. Ein Nachtwächter geht seltsamen Geräuschen in dem verlassenen Krankenhaus (?) nach, das er bewachen muss. Dunkel, sehr dunkel. Und fies.

Die zweite Episode fand ich persönlich nicht so gelungen, im Kontext der Gesamtgeschichte ergibt sie aber durchaus Sinn.

Die dritte Geschichte schließlich, in der wir Martin Freeman erleben, der von Geistern heimgesucht wird, ist böse und ziemlich schockierend. Gleichzeitig stellt sie den Übergang in eine andere Erzählebene dar, die dem Film dann eine überraschende Wendung gibt, die ich in der Tat so nicht habe kommen sehen. Zum Ende des Filmes hin wird es nicht nur bizarr, sondern auch noch einmal echt verstörend.

Am Ende blieb ich nachdenklich zurück, setzte die Geschehnisse Stück für Stück zusammen, um die gesamte Geschichte zu verstehen. Offensichtliche Plotholes sind mit bisher nicht aufgefallen, und das will schon was heißen. Dafür hat der Film durchaus einiges an Albtraumpotential.

„Ghost Stories“ ist ein guter Film. Gruselfreunde werde auf ihre Kosten kommen, dazu gibt es meist gut platzierte Jumpscares, die aber zum Glück nicht im Übermaß eingesetzt werden. Die eigentliche Geschichte ist zwar nicht übermäßig originell, dennoch gut umgesetzt und spannend aufgemacht. Alles in allem hätte ich nach dem Trailer etwas anderes erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Die Gruselepisoden sind allesamt eher klassischer Horror, hier wurde aus meiner Sicht die Möglichkeit verschenkt, noch schräger und bizarrer zu werden. Aber vielleicht sehe ich das auch nur so, weil ich selbst ein Faible für das Bizarre habe.

Ich vergebe 7/10 Punkten für „Ghost Stories“. Man muss ihn vielleicht nicht unbedingt im Kino sehen, dafür waren die Schauwerte jetzt nicht so überwältigend. Für einen gemütlichen Gruselabend auf dem Sofa ist der Film jedoch eine Empfehlung.

Die „Krassen Kurzen“ sind auf Patreon

Aufmerksame Follower haben es natürlich längst mitbekommen. Seit einigen Wochen schreibe ich an einem neuen Format, den von mir so getauften „Krassen Kurzen“. Diese Geschichten sind auf eine Länge von maximal 1000 Wörtern begrenzt (das habe ich einfach mal so festgelegt) und sind als kleine Häppchen gedacht, die man mal so nebenbei inhalieren kann.

Viele Geschichtenideen, die mein Kopf zu hervorbringt, sind nicht unbedingt für ausufernd lang erzählte Plots zu gebrauchen. Sicher, sowas wie „Endstation“ im Rahmen von 1000 Wörtern zu erzählen, ist unmöglich. Aber eine kleine gemeine Idee wie in „Erdbeermädchen“ passt sehr gut in dieses Format. Wie üblich ist es in einigen Geschichten gar nicht so leicht dahinterzukommen, was meine Grundidee war. Lest „Kaltes Herz“, dann versteht ihr vielleicht, was ich meine. Manchmal steckt mehr hinter einem Plot, als es den Anschein hat. Und vielleicht laufen euch in den „Krassen Kurzen“ auch mal Charaktere aus anderen meiner Geschichten über den Weg, wer weiß das schon?

Die „Krassen Kurzen“ stehen auf meinem Patreon-Profil zum Lesen bereit. Auf absehbare Zeit werden diese Kurzgeschichten frei und kostenlos verfügbar bleiben, anders als die längeren, die ich nur Patrons zugänglich mache. Alles zu verschenken ist halt leider kein tragfähiges Geschäftsmodell.

Derzeit sind diese Geschichten verfügbar:

„Erdbeermädchen“
Auf dem Weg zur Arbeit kommen mir manchmal komische Ideen. Außerdem mag ich rote Haare. Ihr werdet sehen.

„Marla“
Eine deutlich bizarrere Richtung schlägt diese Geschichte an. Und es wird blutiger.

„Kaltes Herz“
Melancholisch, voller Anspielungen und Metaphern kommt „Kaltes Herz“ daher.

„Drittes Date“
Zum Valentinstag habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, eine kleine, böse Geschichte zu verfassen. Horror mit Augenzwinkern.

„02:28“
Ich mag ja schräge Sachen mit jeder Menge Interpretationspotential.

„432 Hz“
Musik kann wundervoll sein. Oder tödlich.

„Rubikon“
Auch meine Sci-Fi-Geschichten sind natürlich böse und gemein. Überzeugt euch selbst.

„Monika“
Urban-Sci-Fi-Horror. Oder so. Inspiriert von „Doki Doki Literature Club“. Also beinahe Fanfiction ^^

„Fäden“
Was anfängt wie eine klassische Polizeigeschichte, entwickelt sich zum absoluten Horrortrip.

„Harper’s End“ (exklusiv für Patrons)
Ich habe mir mal wieder Mühe gegeben, eine sehr mysteriöse Geschichte zu schreiben. Die Leser*innen sollen selbst interpretieren, was da eigentlich geschieht. Ich habe natürlich meine eigene Deutung, aber ich spoilere nicht 🙂

„Moloch“
„Urban Horror“ vom Feinsten, inspiriert von den Abgründen der modernen Großstadt.

Alle stehen als PDF zum Download bereit. Ich wünsche viel Spaß und freue mich natürlich über Rückmeldungen.

Vom Schreiben leben – Ist das überhaupt möglich?

Eine dieser Fragen, die sich wohl jeder Künstler durchgehend stellt: Wird es irgendeinen Zeitpunkt geben, in irgendeiner fernen Zukunft, an dem ich von meiner Kunst leben kann? Mir geht es nicht anders. Ich schreibe aus Leidenschaft, und weil ich Geschichten erzählen will, die mir sonst den Schädel sprengen würden. Ich schreibe nicht des Geldes wegen. Mal abgesehen davon, dass ich abseits meiner derzeit noch sehr, sehr bescheidenen Einnahmen über Patreon mit dem Schreiben noch überhaupt kein Geld verdiene. Das wird sich in absehbarer Zukunft, also in den nächsten drei bis fünf Jahren wohl auch kaum ändern. Ich habe zu wenig Zeit zum Schreiben, gleichzeitig bin ich bei weitem noch nicht genug bekannt, als dass Menschen für meine Geschichten wirklich Geld ausgeben würde.

Was müsste ich tun, um vom Schreiben leben zu können? Nun, in erster Linie müsste ich wesentlich mehr schreiben. So in der Größenordnung von mindestens drei bis vier Romanen im Jahr, zusätzlich diverse Geschichten, plus Auftragsarbeiten, Lesungen und anderen Kram. Nebenbei dann und wann noch ’nen Workshop, ein Coaching oder sowas. Selbst dann wäre es kaum möglich, soviel Geld einzunehmen, dass ich allein davon leben könnte. Mein Grundbedarf an Geld im Monat ist hoch. Nicht weil ich einem dekadenten Lebensstil frönen würde (alle, die mich kennen wissen, dass das Gegenteil der Fall ist), sondern weil Unterhaltszahlungen, Versicherungen, Krankenkasse, Miete und andere Kleinigkeiten einfach mal extrem viel Kohle verschlingen. Für mich wäre das Wagnis, den Brotjob hinzuschmeißen und Vollzeitschriftsteller zu werden, einfach zu groß. So bleibt es also, wie es ist: Ich arbeite extrem viel, verdiene gemessen an der investierten Zeit nur mäßig, und finde wenig Zeit zum Schreiben. Ein Teufelskreis.

Self-Publishing wäre eine Option: Sehr viel schreiben und es selbst verkaufen. Möglichkeiten gibt es genug, ob KDP, neobooks, bookrix und wie sie alle heißen. Ich könnte da natürlich jede Woche eine Hand voll Geschichten unters Volk werfen und hoffen, dass die irgendjemand kauft. Die Sache hat nur einen Haken: Ich hasse Self-Publishing. Nicht weil es technisch doof wäre, sondern weil ich dann mit einem unüberschaubaren Meer an anderen Autoren konkurrieren müsste, die von groteskem Schund bis hin zu guter Literatur (ja, gibts da auch) unfassbare Mengen an Material ausstoßen. Ich bin Mitglied diverser Self-Publishergruppen in Facebook und werde dort regelmäßig Zeuge der Wehklagen der Autor*innen, wenn sie nicht genug verkaufen. Piraterie ist auch ein Thema, das mich noch weiter demotiviert. Scheinbar sind viele Leser nicht gewillt, auch nur Centbeträge für E-Books zu bezahlen und laden sie sich lieber illegal runter. Als Self-Publisher wäre ich als ein kleines Licht in einem Ozean und hätte dann noch die Piraten gegen mich. Nein danke.

Verlage wiederum haben den Vorteil, dass sie die Marktstrukturen kennen. Gleichzeitig ist die Gewinnspanne für Autoren niedriger, als würde diese selbst publizieren. Ich möchte dennoch eher Verlagsautor sein, nicht nur, weil der Verlag Lektorat und Korrektorat übernimmt, sondern weil ich Wert auf eine vernünftige Print-Ausgabe lege und (nennt mich konservativ) ich Verlagsveröffentlichungen generell für höherwertiger halte. Klar, das ist nur meine Einstellung zu dem Thema. Nachteil an Verlagen ist zum einen, dass man es erstmal schaffen muss, diese mit einem Exposé von der eigenen Begabtheit zu überzeugen, und zum anderen, dass es zum Teil Ewigkeiten dauert, bis ein Verlagsbuch dann endlich mal erscheint. Aber irgendwas ist ja immer, nicht wahr?

Vom Schreiben leben scheint für mich (wenn man hier nur das künstlerische Schreiben betrachtet) unrealistisch. Ich habe mich damit abgefunden, dass der Traum, in Vollzeit zu schreiben und damit meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können, wohl auf immer ein Traum bleiben wird. Das hält mich aber nicht davon ab, weiterhin Kunst zu machen. Wenn man meine Schreiberei Kunst nennen mag.

Neben dem künstlerischen Schreiben versuche ich gerade als Fachautor ein wenig Fuß zu fassen. Das bringt vielleicht etwas zusätzliches Geld ins Haus, mein Herz hängt aber nicht daran. Letztlich wäre ein Brotjob als Autor aber lukrativer als als Dozent, so wie es jetzt ist. Die Dozententätigkeit macht mir Spaß, keine Frage, aber Aufwand und Einkommen stehen in keinem guten Verhältnis. Und ich bin einfach nicht der Typ, der sich mit einem Anzug verkleiden würde, um irgendeinem Bonzenverein Wissen zu verkaufen, damit die noch reicher werden. So verzweifelt bin ich nun auch wieder nicht.

Naja, lange Rede, kurze Sinn. Ich werde mehr schreiben, mehr veröffentlichen und meinen Patreon etwas pushen. Podcast, #KrasseKurze, exklusive längere Geschichten, eigene Sammlungen, mindestens ein Roman in diesem Jahr … das ist der Plan. Gleichzeitig bin ich mir der Problematik bewusst, dass es extrem schwer ist, aus Menschen Geld für Kunst herauszuholen. Klar, gelesen werden meine Geschichten gern, das Feedback ist auch sehr gut. Aber selbst den begeisterten Leser dazu zu bringen, mich finanziell zu unterstützen, scheint ein aussichtsloses Unterfangen. Und ich kann es verstehen. Niemand hat Geld zu verschenken, und ich bin ja nicht der einzige Künstler auf der Welt, der Geld von seinen Fans braucht, um weiter Kunst machen zu können. Ist mir klar. Löst aber mein Problem nicht.

Ich gebe zu, dass ich sehr, sehr neidisch auf Schriftsteller*innen bin, die es sich leisten können, den ganzen Tag mit Schreiben zu verbringen, weil der Partner genug verdient. Als geschiedener Single, der mehr im Monat an Unterhalt zahlen darf, als die Miete meiner Wohnung kostet, habe ich diesen Luxus leider nicht. Versteht mich nicht falsch, das ist hier kein „Bachelor“-Aufruf, um eine reiche Frau zu finden ^^ Ich glaube, im Moment wäre ich ohnehin kein sonderlich ausgeglichener und attraktiver Partner. Stress tut mir einfach nicht gut.

So, dann hätte ich mir meine Sorgen und Ängste mal wieder von der Seele geschrieben. Falls euch das nervt, entschuldigt bitte. Aber manchmal muss ich das irgendwie loswerden. Und dann schreibe ich es auf. Was denn sonst?

rechner und ipad schriftstellerdinge

Ziele und andere Träumereien

Wenngleich ich mich immer mal wieder darüber beschwere, viel zu wenig Zeit zum Schreiben zu haben (was übrigens absolut wahr ist!), so schaffe ich es dennoch, dann und wann mal was zu Papier zu bringen. Ob es die „Krassen Kurzen“ sind, oder längere Geschichten wie „Hollowbrook“, irgendwie schaffe ich es trotz extremer Zeitknappheit dann doch immer wieder, mir mal ein Stündchen freizuschaufeln. Jaja, Leiden auf hohem Niveau.

Gleichzeitig ist dieser Zustand (unter jeder Menge Stress stehen und nebenbei noch kreativ sein wollen) in keinster Weise das, was ich mir für meine künstlerische Zukunft vorstelle. In 2018 werde ich meinen ersten Roman schreiben, daneben weitere „Krasse Kurze“ fertigstellen und meinen Podcast (jaja, Asche => Haupt, dauert schon wieder vieeeeel länger als angekündigt) auf die Reihe bringen. Brotjobmäßig schwimme ich nach wie vor gegen starke Strömung an, viel Arbeit, geringe Stundensätze, bei weitem nicht so viel Einnahmen, wie nötig wären, um die Hälfte des Monats Zeit zum Schreiben zu haben.

2018 fängt dabei vielversprechend an, immerhin erscheinen demnächst „Ex inferis“, „Alioth“, „Lisbeth“ und „Hollowbrook“ (bei letzterem hoffe ich es zumindest) sowie meine eigene Sammlung an Geschichten. Hatte ich erwähnt, dass ich wahrscheinlich bis Ende März noch eine Vampirstory schreiben werde? Nichts Glitzerndes, keine Sorge. Was Lesungen angeht, gibt es noch keine konkreten Termine, aber ich hoffe, da ergibt sich noch der eine oder andere Termin.

Nun ja, Kurzgeschichten sind gut und schön, um langsam etwas mehr Bekanntheit aufzubauen. Geld verdient man damit indes nicht. Nach einem sehr inspirierenden Vormittag mit Christian von Aster vor einiger Zeit (quasi „Breakfast at Epiphany’s“) wurde mir klar, dass das „vom-Schreiben-leben“ solange nicht mehr als ein Traum sein wird, bis ich es irgendwie hinbekommen, einen wesentlich höheren Output bei mindestens gleich hoher Qualität hinzubekommen. Was heißt das konkret? Zum einen, dass ich mich mehr disziplinieren muss. Weniger zocken, mehr Schreiben. Zum anderen heißt es, dass ich Dinge schreiben muss, mit denen ich Geld verdienen kann. Romane zum Beispiel. Und da wären wir wieder beim grundlegenden Problem: Die Genres, die ich schreibe, Horror und Sci-Fi der eher komplexen und schrägen Sorte, sind nicht unbedingt die Bestseller-Genres. Abgesehen davon ist mein Bekanntheitsgrad noch bescheiden, von einem Ruf, der mir vorauseilt, bin ich noch etliche Jahre  (und Bücher) entfernt.

Das Crowdfunding mit Patreon läuft im Moment noch nicht wirklich. Es scheint sehr schwer zu sein, aus Menschen auch nur einen Euro im Monat herauszuholen, selbst wenn man dafür in kurzer Folge für kreativ-gruselige Unterhaltung sorgt. Ich vermute, dass auch hier das Problem ist, dass ich noch nicht bekannt genug ist. Zwar wächst die Basis an Fans quasi täglich (das war ja auch die Intention hinter den „Krassen Kurzen“, mehr Reichweite bei geringerem Aufwand), aber bis ich bei Patreon mal eine halbwegs nennenswerte Summe einnehmen werde, wird noch viel Wasser die Spree hinabfließen.

Also heißt es im Moment, weiter Brotjobdinge tun, und hoffen, dass die Auftragsschreiberei für einen Fachbuchverlag langfristig Früchte trägt (Teil meines Brotjobs im Moment), um mehr Zeit für das zu haben, was ich langfristig wirklich machen will.

Wenn ihr euch für die „Krassen Kurzen“ interessiert, schaut mal auf meinem Patreon-Profil vorbei. Dort findet ihr die aktuellen sechs Geschichten. Demnächst folgen weitere. Und, so ich irgendwann mal dazu komme, gibts dort auch bald den Podcast.

Der rote Marker aus "Dead Space"

Inspi(el)ration: „Dead Space“

Bekanntermaßen bin ich ja großer Sci-Fi und Horror-Fan, besonders surreale und verstörende Elemente haben es mir angetan. Daher überrascht es kaum, dass die „Dead Space“-Reihe zu den Spielen gehört, die mich nicht nur am meisten beeindruckt, sondern ganz sicher auch inspiriert haben. In „Tartaros“ und meinem für 2018 geplanten Roman wird es deutliche Anspielungen auf „Dead Space“ geben.

Worum geht es in „Dead Space“?

Der erste Teil ist klassischer Survivalhorror im Science-Fiction-Setting. Isaac Clarke, Ingenieur und Hauptfigur der Reihe, soll mit dem Rest seiner Crew auf dem Bergbauschiff Ishimura nach dem Rechten sehen. Seine Freundin Nicole ist dort stationiert, was die ganze Sache für Isaac auch persönlich interessant macht. Doch dann laufen die Dinge nicht so wie geplant und schnell wird klar, dass die Ishimura ganz andere Probleme hat als irgendwelche technischen Defekte …

So beginnt „Dead Space“:

Was fasziniert an „Dead Space“?

Obwohl der Nachfolger „Dead Space 2“ spielerisch weitaus besser geraten ist (es gibt mehr Abwechslung, ein komplexeres Waffensystem und eine bessere Inszenierung) ist es gerade die Reduzierung auf das Wesentliche, das den Erstling so packend macht. Isaac spricht außerhalb der Cutscenes kein Wort, selbst sein Gesicht bekommt man nur höchst selten zu sehen. Quasi ein Gordon Freeman im Weltraum. Gleichzeitig entfaltet sich die Geschichte über (Audio)tagebücher der Crew und über Inschriften in Wänden. Die Fanatiker der Unitology-Kirche, der Marker, grausame Mutationen und eine unglaublich bedrückende Stimmung machen „Dead Space“ zu einem schweißtreibenden und emotional grandiosen Spiel. So muss Sci-Fi-Horror sein!

Es gibt nur eine Handvoll Spiele, die es schaffen, mich auch außerhalb des Spielerlebnisses zu fesseln. Die ganze Hintergrundgeschichte, der religiöse Fanatismus, die Geschichte von Nicole (Spoiler: Setzt mal die Anfangsbuchstaben der englischen Levelnamen zusammen) und natürlich der eine oder andere Storytwist waren sehr gut inszeniert.

Der „Twinkle“-Trailer bringt die Atmosphäre des Spiels sehr gut auf den Punkt. Man muss schon wirklich Horrorfan sein, um das durchzuhalten. Abgesehen vom enormen Gruselfaktor ist das Spiel unglaublich blutig, das Zerstückeln der Gegner ist Spielelement. Spieler*innen mit schwachen Mägen sollten einen Bogen darum machen. Für alle anderen gilt: Spielen!

Mein Horror-Podcast „Tartaros“ startet im Dezember

Jetzt auch noch ein Podcast? Und ob! Im Dezember starte ich mit „Tartaros“, in dessen Rahmen ich eine Fortsetzungsgeschichte schreiben und lesen werden. Das Ganze wird noch mit elektronischer Untermalung versehen, damit die Atmosphäre passt. Die Idee dazu trage ich schon lange mit mir herum, doch zeitliche Probleme ließen es zuvor nicht zu, dass ich den Podcast wirklich umsetze. Nun jedoch ist es gesetzt und so soll es geschehen!

Tartaros ist der Horror-Podcast von Sascha Dinse

Worum geht’s in „Tartaros“?

Ohne an dieser Stelle zu spoilern, kann ich versprechen, dass die einzelnen Episoden eine zusammenhängende Geschichte erzählen werden, am Ende natürlich stets mit dem obligatorischen Cliffhanger. Horror-Sci-Fi würde ich es nennen, was euch erwartet. Selbstverständlich habe ich mir auch wieder den einen oder anderen Twist bereitgelegt, es wird die üblichen surrealen Elemente geben, blutig wird es dann und wann natürlich auch. Die Handlung wird in verschiedenen Episoden zu einem großen Ganzen zusammengesetzt.

Den Anfang macht „Episode 1: Vara“, in der ihr den Protagonisten und seine aktuelle Situation kennenlernen werdet. Schräg, bedrohlich, unheimlich. Und ihr lernt Vara kennen, diese mysteriöse Person, von der nicht so recht klar ist, welche Ziele sie verfolgt.

Vara, Episode 1 aus dem Horror Podcast "Tartaros" von Sascha Dinse

„Tartaros“ wird in jeder Episode ein weiteres Stück des Puzzles aufdecken, so dass sich hoffentlich ein anständiger Spannungsbogen einstellt. Wer eine bestimmte meiner Geschichten kennt (nein, ich spoilere hier nicht), wird eventuell im Verlauf von „Tartaros“ feststellen, dass es einige Verbindungen gibt. Der Podcast gehört also zum Kanon, wenn ihr so wollt. Es ist in sich eine separate Geschichte, die sich aber in die Ereigniskette einreihen lässt, in der einige meiner anderen Stories spielen.

Wie gewohnt wird das Setting eher minimal sein, erzählt aus der Perspektive des Protagonisten. Wer schon mal eine meiner Lesungen besucht hat, wird sich schnell heimisch fühlen.

Wo finde ich den Podcast?

Ich werde die ersten Episoden frei verfügbar auf meinem Patreon-Profil veröffentlichen. Langfristig möchte ich den Podcast exklusiv meinen Patrons anbieten, damit es sich noch mehr als jetzt lohnt, Patron zu werden. Wahrscheinlich werde ich die erste Staffel (die voraussichtlich fünf Episoden umfassen wird) noch komplett frei anbieten und erst danach Patron-exklusiv werden. Schau’n wir mal.

Ich experimentiere noch mit der Freigabe der Podcast-RSS-Adresse, damit ihr den Podcast direkt in eurer Lieblingsapp hören könnt. Der Plan ist also langfristig, dass jede/r, der/die mich auf Patreon unterstützt (ab 1 € im Monat) in den Genuss einer wöchentlich erscheinenden Episode kommt. Das klingt doch erst mal nicht so schlecht, nicht wahr?

blüte auf schwarzem hintergrund

Ich verlose Nebenrollen in meinem Roman!

Gewinnspiele sind was Feines. Sie generieren Aufmerksamkeit, Reichweite, erhöhen vielleicht die Bekanntheit … alles super. Gleichzeitig sind die Gewinne meist eher physischer Natur, mal ein Buch, mal ein elektronisches Gerät. Langweilig. Da ich schon immer Freund unkonventioneller Ideen war, habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen.

Ich verlose zwei Nebenrollen in meinem Roman.

 

Sascha Dinse, Horrorautor

Jetzt ist es raus. Wer also schon immer mal in einem düsteren Sci-Fi-Horror-Roman mitspielen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Die Teilnahmebedingungen findet ihr auf meinem Patreon-Profil, grundlegende Voraussetzung für die Teilnahme ist nämlich, dass ihr Patrons werdet. Ab einer Unterstützung von 1€ im Monat (das sind läppische 12€ im Jahr!) kommt ihr mit in den Lostopf. Viel wichtiger allerdings: mit einer Unterstützung helft ihr mir dabei, meine Schreiberei weiterführen zu können. Die finanzielle Dimension ist eine, die emotionale eine ganz andere. Wie großartig wäre es denn, hätte ich in ein paar Jahren 3000 Unterstützer*innen, die mir je einen Euro im Monat zukommen lassen? Davon könnte ich leben, so dass ich alle Zeit der Welt zum Schreiben hätte. Patrons bekämen dann jede Menge exklusiven Kram (alternative Enden, anyone?) und alle wären glücklich. Hach, man wird ja noch träumen dürfen.

Hier noch mal in Kürze:

gewinne eine nebenrolle im roman von sascha dinse

Der Plan ist, den Roman in 2018 fertig zu schreiben, so dass er, vorausgesetzt, ich finde einen Verlag, vielleicht irgendwann 2019 erscheinen kann.

nebliger Wald

Wo ich stehe und wohin ich will

2017 war kein leichtes Jahr für mich. Neben enorm viel beruflichem Stress und künstlerischer Stagnation erlebte ich diverse private Tiefschläge, die dafür sorgten, dass ich in 2017 weit weniger zustande gebracht habe, als geplant war. Meine Geschichtensammlung, die eigentlich schon für Anfang dieses Jahres geplant war, wird nun voraussichtlich erst 2018 erscheinen. Solange die Qualität meinen Ansprüchen genügt, kann ich mit einer Verzögerung leben.

Mit „Isabelle“, „Alioth“, „Ex inferis“ und „Charlotte“ habe ich zumindest ein paar Geschichten fertigschreiben können, bis Ende des Jahres soll noch eine weitere folgen, für die ich bisher noch keinen Titel habe. Insgesamt ist dieser Output natürlich absolut nicht ausreichend, wenngleich das Feedback zu allen Geschichten sehr gut war. Um mir langfristig eine Basis an Fans u.a. auf Patreon aufzubauen, muss ich aber deutlich mehr schreiben und veröffentlichen. Sobald meine Sammlung auf dem Markt ist, werde ich die Arbeit an einem Roman beginnen, der in 2018 wohl meine gesamte Schreibzeit in Anspruch nehmen wird. Ich kleckere nicht, sondern klotze, von daher strebe ich 500 Seiten feinster Sci-Fi-Horror-Philosophie an. Man muss sich ja bekanntlich Ziele setzen, und da ich dünne Bücher ohnehin nicht mag, erscheint es nur logisch, dass ich ein einigermaßen dickes schreiben werde.

Daneben starte ich im Dezember 2017 einen Podcast namens „Tartaros“, in dessen Rahmen ich eine exklusive Fortsetzungsgeschichte schreiben und natürlich lesen werde. Mit ein wenig elektronischer Untermalung sollte das recht atmosphärisch werden. Längerfristig plane ich, den Podcast exklusiv für meine Patrons zu machen. In Patreon setze ich die Hoffnung, dass es mir gelingt, im Laufe der nächsten Jahre eine stabile Unterstützerbasis zu schaffen, mit deren Hilfe ich zumindest Teile meines Lebensunterhaltes finanzieren kann. Selbstverständlich zeige ich mich meinen Unterstützer*innen erkenntlich, indem sie exklusiven Zugriff auf Veröffentlichungen, Hörbücher, ggf. Merch etc. haben werden.

Beruflich kann ich noch überhaupt nicht sagen, ob 2018 dort irgendeine Veränderung bringen wird. In irgendeiner Weise vom Schreiben leben zu können, ist noch immer genauso illusorisch wie in den Jahren zuvor. So heißt es also erst mal weiterhin viel arbeiten, wenig Zeit zum Schreiben haben. Ich bin motiviert, versteht mich nicht falsch, aber manchmal gibt es diese Tage, an denen ich mich frage, ob das, was ich mir im Leben vorgenommen habe, überhaupt irgendeinen Sinn hat. Sicher, Selbstzweifel gehören besonders zum Leben von Künstlern, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde ich versuchen, ein brennendes Haus nur mit einer Sprühflasche zu löschen. In der Benzin ist. Je mehr ich mich den Herausforderungen des Lebens entgegenstelle, desto mehr zeigt mir das Leben, was es davon hält. Nichts.

Gut, bleibt zu hoffen, dass ich das mit dem Podcast gut hinbekomme, dass dieser gut aufgenommen wird und mich ausreichend motiviert, meinen Roman in 2018 nicht nur zu beginnen, sondern fertigzustellen. Das Leben legt sich mit Sicherheit schon gerade die Knüppel bereit, die es mir nächstes Jahr zwischen die Beine werfen wird, aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Und letztlich wäre das Leben doch auch total langweilig ohne Herausforderungen, oder?

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Schreibmaschine mit einem eingespannten Blatt Papier darin

Warum gute Geschichten Zeit brauchen

Sascha Dinse, goth as fuck :P Schriftsteller Horror und Science-Fiction

Da sitze ich also hier und versuche, das Ende einer Geschichte zu Papier zu bringen. Ich weiß in der Tat bereits, wie die Geschichte enden wird, aber der Weg dahin … der ist beschwerlich. Schließlich soll ja alles passen, rund sein, nichts vorwegnehmen, trotzdem schon Anspielungen enthalten, Twists bieten, keine Plotholes erzeugen und so weiter. Jaja, kaum hat man einen gewissen Anspruch an sich selbst, werden alle Dinge komplizierter. Vor allem dauern sie länger. Die Geschichte, an der ich gerade arbeite, „Ex inferis“, ist ein schönes Beispiel dafür. Die Grundidee war recht simpel, doch mit der Zeit entwickelten sich Stränge, quasi von selbst, als hätte die Geschichte selbst sie hervorgebracht. Allein darüber könnte ich schon wieder eine Geschichte schreiben. Aber lassen wir das. Nun ja, es beginnt mit einer Grundidee, diese wird dann aufgeschrieben, eine Geschichte entsteht. Und dann kommt er, dieser magische Moment, in dem sich alles umdreht, in dem alles plötzlich so viel mehr wird, als es vorher war. Ich liebe und hasse diesen Augenblick, denn zum einen bedeutet er zwar, dass von nun an die Geschichte komplex und vielschichtig wird, zum anderen beginnt aber ab hier der anstrengende Teil. Wenn dir deine Lektorin dann schreibt, dass sich von der 80%-Version der Geschichte vollkommen begeistert ist, dann macht es die Aufgabe, einen vernünftigen Schluss zu schreiben, nicht gerade einfacher, besonders wenn man selbst sein größter Kritiker ist.

Wenn es nicht lange dauert, ist es nicht gut

Ja, so simpel könnte ich es ausdrücken. All meine Geschichten brauchen eine gewisse Reifephase, in der ich sie besser mache, zu mehr, als sie vorher waren. Ob nun in „Endstation“, das zum Ende hin zu einer ultra-philosophischen vielschichtigen Geschichte mit Metaplot wurde, wobei es als recht lineare Idee begann, oder „Isabelle“, an der ich insgesamt über ein Jahr gearbeitet habe (mit großzügigen Pausen, gebe ich zu).

„Ex inferis“ nun ist genau so ein Beispiel. Von der ursprünglichen Idee hat die Geschichte sich immer mehr entfernt und gerade heute wurde mir klar, wie ich mich in Richtung Ende bewegen muss. Ich kann versprechen, dass es diesmal ein wirklich böses Ende wird. Auch wenn ich überwiegend Horror schreibe im Moment, enden die Geschichten doch oft mit einer positiven Note, also irgendwie. Ich kann nachvollziehen, dass die Leser*innen diese Ansicht nicht unbedingt teilen, aber ich verbinde mit den meisten Geschichten, allen voran „23b“ durchaus ein positives Ende. Aber das ist wohl Geschmacksache.

Das Ende ist das, worauf es ankommt

Gerade in Horrorgeschichten ist das Ende meist das, was dem Leser später noch im Gedächtnis bleibt. Umso wichtiger ist es, ein angemessenes, überraschendes und doch schlüssiges Ende zu finden. Klingt einfach. Ist aber schwer. Denn wie soll ich etwas beenden, das sich meiner Kontrolle zum einem gewissen Teil entzieht? Ich weiß, wie „Ex inferis“ enden wird, aber die letzten vier, fünf Seiten sind die schwersten. Es soll düster sein, nicht zuviel verraten, gleichzeitig aber nicht so undurchsichtig sein, dass niemand es versteht. Das ist bei weitem schwieriger, als es klingt.

Und so heißt es dann morgen, die Ideen zusammenzufügen zu einem Ende, das der Geschichte würdig ist. Irgendwie ist es aber so, als würde man etwas verlieren, wenn man eine Geschichte beendet. Solange man daran arbeitet, ist man Teil davon. Sobald sie aber fertig ist, ist man nur noch Betrachter. Das mag seltsam klingen, aber ich glaube, das ist ein Teil meines Problems. Ich kann schlecht loslassen, besonders, wenn es sich um etwas handelt, das direkt von mir stammt.

Aber natürlich wird auch „Ex inferis“ genau das richtige Ende bekommen. Es ist eben nur eine Frage der Zeit.

Sascha Dinse liest auf dem DARKERKANT Kunstfestival in Hamburg am 13.10.2017

Ich lese am 13.10.2017 in Hamburg

Liebe Freund*innen der düsteren Unterhaltung, ich werde mal wieder lesen. Ja, wird Zeit, werdet ihr sagen, meine letzte Lesung auf dem WGT 2017 liegt nun auch schon wieder eine ganze Weile zurück.

Hamburg also, diese Stadt, in die ich aus rein privaten Gründen nur dann einen Fuß setze, wenn es sein muss (siehe auch: Kram, emotionaler). Aber für die Kunst, hey, mache ich das natürlich. Am 13.10.2017 werde ich im Rahmen des „DARKERKANT“-Kunstfestivals lesen (hier findet ihr mehr Informationen zur Grundidee des Ganzen). Das Ganze findet auf der „CAP SAN DIEGO“ statt. Das klingt nicht nur wie ein Schiff, es ist eins! Für eine Lesung könnte der Ort also nur dann noch passender sein, wenn ich Piratengeschichten schriebe. Keine Sorge, das wird nicht passieren.

Liste der Künstler beim Darkerkant in Hamburg, u.a. Sascha Dinse

’ne Lesung auf ’nem Schiff? Will ich!

Klar, Karten kaufen kann man direkt hier. Achtet darauf, dass die Veranstaltung über zwei Tage geht. Ich lese am 13.10.2017, just saying ^^

Da wir ja heute mit diesem Internetz über moderne Möglichkeiten verfügen, hier auch noch der Trailer zum Event:

Was wird’s von mir in Hamburg zu hören geben?

Ich werde aus „Ex inferis“ lesen, einer aktuellen Geschichte aus meiner Feder. Die Pariser Katakomben spielen eine Rolle, es wird wirklich gruselig und wie gewohnt auch richtig schräg. Anders als in meinen sonstigen Geschichten steht hier nicht der „Urban Horror“ im Vordergrund, sondern gewissermaßen klassischer Grusel, wenn man das so nennen will. Schauplatz ist Paris, zur Zeit der Weltausstellung 1889, es wird also historisch.

Und Zwillinge spielen eine Rolle. Als ob die Geschichte nicht auch so schon gruselig genug wäre. Für Albträume im Nachgang übernehme ich keine Haftung.

Auszug aus "Ex inferis" von Sascha Dinse