Alle Artikel in: persönliches

Der rote Marker aus "Dead Space"

Inspi(el)ration: „Dead Space“

Bekanntermaßen bin ich ja großer Sci-Fi und Horror-Fan, besonders surreale und verstörende Elemente haben es mir angetan. Daher überrascht es kaum, dass die „Dead Space“-Reihe zu den Spielen gehört, die mich nicht nur am meisten beeindruckt, sondern ganz sicher auch inspiriert haben. In „Tartaros“ und meinem für 2018 geplanten Roman wird es deutliche Anspielungen auf „Dead Space“ geben. Worum geht es in „Dead Space“? Der erste Teil ist klassischer Survivalhorror im Science-Fiction-Setting. Isaac Clarke, Ingenieur und Hauptfigur der Reihe, soll mit dem Rest seiner Crew auf dem Bergbauschiff Ishimura nach dem Rechten sehen. Seine Freundin Nicole ist dort stationiert, was die ganze Sache für Isaac auch persönlich interessant macht. Doch dann laufen die Dinge nicht so wie geplant und schnell wird klar, dass die Ishimura ganz andere Probleme hat als irgendwelche technischen Defekte … So beginnt „Dead Space“: Was fasziniert an „Dead Space“? Obwohl der Nachfolger „Dead Space 2“ spielerisch weitaus besser geraten ist (es gibt mehr Abwechslung, ein komplexeres Waffensystem und eine bessere Inszenierung) ist es gerade die Reduzierung auf das Wesentliche, das den …

nebliger Wald

Wo ich stehe und wohin ich will

2017 war kein leichtes Jahr für mich. Neben enorm viel beruflichem Stress und künstlerischer Stagnation erlebte ich diverse private Tiefschläge, die dafür sorgten, dass ich in 2017 weit weniger zustande gebracht habe, als geplant war. Meine Geschichtensammlung, die eigentlich schon für Anfang dieses Jahres geplant war, wird nun voraussichtlich erst 2018 erscheinen. Solange die Qualität meinen Ansprüchen genügt, kann ich mit einer Verzögerung leben. Mit „Isabelle“, „Alioth“, „Ex inferis“ und „Charlotte“ habe ich zumindest ein paar Geschichten fertigschreiben können, bis Ende des Jahres soll noch eine weitere folgen, für die ich bisher noch keinen Titel habe. Insgesamt ist dieser Output natürlich absolut nicht ausreichend, wenngleich das Feedback zu allen Geschichten sehr gut war. Um mir langfristig eine Basis an Fans u.a. auf Patreon aufzubauen, muss ich aber deutlich mehr schreiben und veröffentlichen. Sobald meine Sammlung auf dem Markt ist, werde ich die Arbeit an einem Roman beginnen, der in 2018 wohl meine gesamte Schreibzeit in Anspruch nehmen wird. Ich kleckere nicht, sondern klotze, von daher strebe ich 500 Seiten feinster Sci-Fi-Horror-Philosophie an. Man muss sich …

glühlampe auf schwarzem hintergrund

COMING SOON: „Aus finstrem Traum Vol.1“ Geschichtensammlung

Seit einer Weile schon plane ich die Veröffentlichung meiner ersten „eigenen“ Publikation, also abseits von Anthologien, in denen ich nur ein Autor unter vielen bin. Nun bin ich endlich soweit, verlautbaren zu können, dass die Geschichten für Vol.1 feststehen und (tadaa!) bis auf zwei auch fertig geschrieben sind. „Ex inferis“ und „Charlotte“ sind aber auch so gut wie fertig, von daher ist es durchaus realistisch, wenn ich hier ankündige, dass Vol.1 noch diesen Herbst erscheinen wird. Welche Geschichten werden enthalten sein? Ich stelle sie euch im Folgenden kurz vor, ohne Spoiler natürlich. „23b“ Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Doch Jill, die nebenan in Apartment 23b einzieht, scheint wirklich ganz nett zu sein. Wären da nicht einige ziemlich bizarre Dinge, die in den folgenden Tagen ihren Lauf nehmen. Und was zur Hölle ist in diesem Koffer unter dem Bett? Mein „23b“ erschien in „Zwielicht 5“, schaffte es 2014 zu einer Nominierung für den Vincent-Preis (jaja, Spitzenwortspiel) und belegte dort den sechsten Platz in der Kategorie Kurzgeschichten. „Alioth“ Eine Mission, von der es keine Wiederkehr gibt, …

treppenstufen in der dunkelheit

Ich bin jetzt bei Patreon – Crowdfunding-Experiment

Träume und anderer Wahnsinn Vom Schreiben irgendwann leben zu können – wenngleich sicher nicht in Saus und Braus – das ist in der Tat ein Traum. Auch meiner. Doch wie das mit Träumen so ist, zunächst sind sie nichts weiter als die Manifestation von Sehnsüchten, Wünschen und dem unbewussten „irgendwie-nicht-zufrieden-sein“ mit dem, was man hat. Nun könnte ich, wie viele Self-Publisher es tun, darauf setzen, möglichst viel zu schreiben, viel zu veröffentlichen und zu hoffen, dass die Masse allein irgendwann genügend Verkäufe generiert, um davon leben zu können. Ja, könnte ich. Dann würde ich aber einer von denen werden, die ich jeden Tag in Self-Publisher-Gruppen in Facebook sehe – einer von denen, die sich beschweren, warum niemand ihre Bücher kauft, warum das böse Amazon dies oder das (nicht) tut, warum die Leserschaft so undankbar ist – einer von denen also, die andere für den eigenen Misserfolg verantwortlich machen. Ist eher nichts für mich. Ich versuche stattdessen, einen anderen Weg zu gehen. Unter anderem deshalb habe ich Ende letzten Jahres ein Profil bei Patreon angelegt. Dort …

Die Vorzüge des Unglücklichseins

Glücklich sein – was heißt das eigentlich? Was ist Glück? Ist es Erfolg? Ist es ein Zustand, ein Gefühl oder etwas völlig anderes? Um das Unglücklichsein verstehen zu können, muss ich wohl damit beginnen, was es für mich bedeutet, Glück zu empfinden. Glück ist dabei mehr als ein mir zufällig wohlgesonnenes Schicksal, soviel steht fest. Doch was würde ich auf die Frage antworten, was mich glücklich macht? Zunächst vielleicht, dass mir Erfolg, Geld, Anerkennung und dergleichen zwar etwas bedeuten, sie aber vor dem eigentlichen verblassen, was für mich Glück bedeutet: diesen einen anderen, ganz besonderen Menschen gefunden zu haben, der sein Leben mit mir verbringen möchte. Klingt einfach, nicht wahr? Heißt es nicht, dass es zu jedem Topf einen Deckel gäbe? Ich habe mich schon oft gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, mein Empfinden für Glück auf etwas anderes als die perfekte Person an meiner Seite auszurichten. Es gelingt mir nicht. Beruflicher Erfolg bedeutet, dass ich meine Miete zahlen kann. Künstlerischer Erfolg bedeutet derzeit, dass ich positives Feedback von den Menschen bekomme, die meine Geschichten …

nebliger wald

Novembergedanken

Hätte ich jemals vor, meinem Leben ein Ende zu setzen, ich würde den November wählen. Der Gedanke, gleichsam mit den fallenden Blättern und kahlen Ästen der Bäume, dem trüb-nebligen Morgendunst und den wolkenverhangenen Tagen die eigene Existenz zu beenden, hat etwas Beruhigendes. Versteht mich nicht falsch, ich mag den November. Sehr sogar. Nach dem Mai ist er gleich an zweiter Stelle meiner Lieblingsmonate*. Der Novemberherbst ist für mich immer auch die Zeit im Jahr, die ich für das Nachdenken über mein Leben nutze, etwas, das in den zurückliegenden Jahren oft aufgrund persönlichen und beruflichen Stresses in den Hintergrund getreten war. Dabei ist es wichtig, das merke ich immer dann besonders, wenn es mir eine zeitlang nicht gut geht. Unruhig, unentschlossen, schwer zu motivieren, oft zurückgezogen … die andere Seite des stets gut gelaunten Dozenten, der tagsüber Menschen alle möglichen Dinge erklärt, immer einen Witz auf den Lippen hat und scheinbar nie den Spaß an der Arbeit verliert. Mein Arbeits-Ich ist dabei keine Maske, die ich aufsetze und zu Hause ablege, aber es zeigt dennoch nur einen Teil …

Rosenblüte schwarz weiß auf schwarzem Hintergrund

„Susan“ erscheint demnächst bei Amrûn

Es gibt sie, diese Geschichten, die ich schreibe, um Gedanken, Gefühle, Träume oder Ängste zu verarbeiten. In fast allem, was ich so zu virtuellem Papier bringe, finden sich Elemente aus meinem Leben, reale oder herbeigesehnte, positive oder negative. Manchmal trage ich solche Dinge lange mit mir rum und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Autoren kennen das: Man hat da irgendwo in einer Windung des Verstandes eine Idee, eine vage Vorstellung von etwas, das man noch nicht konkretisieren kann. Oder man schleppt emotionalen Ballast mit sich herum, den man nicht loswerden kann. Schreiben hilft dabei. Es ist wirklich so, als könnte man diese Gedanken aus dem Kopf extrahieren, sie aufschreiben und dann irgendwo in eine Schublade legen. Oder man schreibt eine düstere, verschachtelte Science-Fiction-Kurzgeschichte, die demnächst im „Amrûn Verlag“ im Rahmen einer Anthologie erscheint (Link etc. folgt, sobald vorhanden). Mit aller Wahrscheinlichkeit sogar noch Ende 2016, wenn ich den gut informierten Kreisen (#verleger) glauben darf. Ich freue mich auf jeden Fall, selbst wenn es doch erst 2017 soweit sein sollte, denn „Susan“, so der …

Eine Frage des Preises. Oder der Qualität?

Gerade habe ich mal wieder einen Post in einer der Self-Publisher-Gruppen in diesem „Facebook“ gelesen, in dem es darum ging, welchen Preis man z.B. für ein 500-Seiten starkes Buch verlangen sollte. Eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. Der Roman, an dem ich arbeite, wird wahrscheinlich mindestens diesen Umfang haben, ich möchte ihn zwar in einem Verlag veröffentlichen, aber die Diskussion ist quasi dieselbe. Muss ein Buch billig sein, um gekauft zu werden? Oder reicht Qualität? Was sind Leser*innen bereit, für ein gutes Buch auszugeben. Amazon hat bereits vor einer ganzen Weile eine Flatrate eingeführt, genannt „Kindle Unlimited“, bei der man für 9,99 € monatlich alle Bücher lesen kann, die am Programm teilnehmen. „Kindle Unlimited“ ist quasi das Spotify der Schriftstellerei, mit allen Vor- und (aus meiner Sicht) auch Nachteilen. Natürlich hätte ich damit die Chance, auch meine e-Books (denn natürlich gilt das Programm nur für e-Books) ins Flatrate-Programm aufnehmen zu lassen. Doch will ich das? Abseits dieser Flatrate-Idee, die grundsätzlich vielleicht ein zukunftsträchtiges Modell ist (immerhin kaufe auch ich nur noch …

nebliger wald

Wie aus guten Ideen böse Geschichten werden

Ich schreibe ja bekanntermaßen nicht nur Horror (vgl. „Das Alison-Szenario“, „Susan“), aber im Augenblick arbeite ich ausschließlich an gruselig-surrealen Geschichten. Dabei ist für mich eine Sache gleichermaßen aufregend wie faszinierend: das Ausarbeiten einer „bösen“ Grundidee für die Geschichten. Dabei ist „böse“ nicht wörtlich zu nehmen, ich meine eher so eine Art Grundthema, das natürlich in meinen Geschichten letztlich doch immer schräg und mehr oder weniger fies ausfällt. Sagen wir, ich habe eine Grundidee wie in „Endstation“ (grundlegend war es wirklich nur eine sehr kurze Sequenz, nämlich die mit der Hand). Diese Szene war von Beginn an quasi das Zentrum des Plots, auch wenn für den Leser kaum klar wird, dass die Geschichte aus dieser Perspektive entstand. Ich habe dann also eine Idee, die ja allein bei weitem noch keine ganze Geschichte ausmacht. Es müssen also weitere Stränge her, die irgendwie sinnvoll in Beziehung zueinander stehen. Langsam entspinnt sich dann während des Plottens, also des grundsätzlichen Absteckens der Geschichte, ein Netz aus verschiedenen Elementen. Charaktere werden geboren, das Setting verdichtet sich und am Ende ist alles …

Sascha Dinse, Schriftsteller, Urban Horror und Science-fiction

Inspiration: „Jessabelle“

Zugegeben, vom Plot her ist „Jessabelle“ nichts wirklich Besonderes. Geisterkram, ein paar Twists, unheimliche Erscheinungen und ein genretypisches Ende. Doch die Hauptdarstellerin hat es mir angetan, sieht Sarah Snook doch aus wie eine Person, die ich mal sehr, sehr mochte. Als ich durch Zufall über „Jessabelle“ stolperte, war es schon irgendwie merkwürdig, einen Film anzuschauen, in dem die Hauptperson einen die gesamte Laufzeit über an jemanden aus einem früheren Leben erinnert. Merkwürdig, aber auf eine angenehme Art. Dabei hat „Jessabelle“ neben der (zumindest für mich) attraktiven Hauptdarstellerin durchaus einige wirklich gruselige Szenen zu bieten. Beginnt der Film eher ruhig mit nur ein paar unheimlichen Sequenzen, so traf mich die Badewannenszene ziemlich unvorbereitet. Autsch, das war wirklich böse. Einiges zum Ende hin ist schon arg konstruiert, die Atmosphäre ist aber schön creepy, die Schauspieler sind gut gewählt und alles in allem ist „Jessabelle“ ein empfehlenswerter Film für Genrefreunde. Und abschließend noch ein Lied, das mir unweigerlich in den Sinn kam. Erinnerungen und Assoziationen sind schon eine witzige Sache, nicht wahr? Hach.