Alle Artikel in: veröffentlichung

3D-Grafik von Andreas Schwietzke, Cover der Anthologie "Inspiration"

„Inspiration“ – Grafik trifft Geschichten

So, die nächste Veröffentlichung steht in den Startlöchern. Diesmal von meiner Seite kein Horror, sondern Science-Fiction. Naja, gruselig ist es stellenweise schon, aber die philosophischen Sci-fi-Elemente überwiegen. Doch bevor ich zu einer kurzen Beschreibung meiner Geschichte „Alioth“ komme, erst mal ein paar einführende Worte zur „Inspiration“. Ja, „Inspiration“ heißt die Geschichtensammlung, die von Herausgeberin Marianne Labisch (mit der ich schon mehrfach sehr konstruktiv für das Lektorat von Geschichten zusammengearbeitet habe) zusammengestellt wurde. Basierend auf Grafiken von Andreas Schwietzke (hier geht’s zu seinem Facebook-Profil, da findet ihr auch mehr Bilder), aus denen sich die teilnehmenden Autoren eines aussuchen sollten, entstand ein Band, der Bilder und Geschichten enthält. Auf den Motiven der Bilder basierend, aber ohne weitere Einflussnahme oder Vorgaben vonseiten des Künstlers, sollten die Autoren Geschichten schreiben. Tja, ich suchte mir ein Bild namens „Alioth“ aus (das findet ihr hier) und begann damit, einen Plot zu stricken, der mir beim Betrachten des Bildes in den Sinn kam. Irgendwas düsteres, einsames sollte es werden, und was soll ich sagen, das ist es geworden. „Alioth“ ist eine für …

Zwielicht 10 ist erschienen und enthält „Isabelle“

Zum nunmehr dritten Mal habe ich eine Geschichte im „Zwielicht“-Horrormagazin unterbringen können. Nach „23b“ in „Zwielicht 5“ und „Endstation“ in Nummer 8 hat es nun meine „Isabelle“ in die Jubliäumsausgabe geschafft. Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob meine bislang blutigste Geschichte an die Erfolge ihrer Vorgängerinnen, die beide äußerst positiv aufgenommen wurden, anzuknüpfen vermag. Zwielicht X ist als Print- und E-Bookausgabe erhältlich, u.a. bei Amazon. Wie üblich bietet auch die zehnte Ausgabe des Zwielicht-Magazins vielseitigen Horror, sei es nun eher misanthropisch-zynisch wie in meiner „Isabelle“ oder gesellschaftskritisch wie in „Inser der Glückseligen“ oder ziemlich psycho wie in „Mona“ – geneigte Leser*innen werden hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf „Isabelle“: Ich wünsche schaurige Unterhaltung!  

glühlampe auf schwarzem hintergrund

COMING SOON: „Aus finstrem Traum Vol.1“ Geschichtensammlung

Seit einer Weile schon plane ich die Veröffentlichung meiner ersten „eigenen“ Publikation, also abseits von Anthologien, in denen ich nur ein Autor unter vielen bin. Nun bin ich endlich soweit, verlautbaren zu können, dass die Geschichten für Vol.1 feststehen und (tadaa!) bis auf zwei auch fertig geschrieben sind. „Ex inferis“ und „Charlotte“ sind aber auch so gut wie fertig, von daher ist es durchaus realistisch, wenn ich hier ankündige, dass Vol.1 noch diesen Herbst erscheinen wird. Welche Geschichten werden enthalten sein? Ich stelle sie euch im Folgenden kurz vor, ohne Spoiler natürlich. „23b“ Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Doch Jill, die nebenan in Apartment 23b einzieht, scheint wirklich ganz nett zu sein. Wären da nicht einige ziemlich bizarre Dinge, die in den folgenden Tagen ihren Lauf nehmen. Und was zur Hölle ist in diesem Koffer unter dem Bett? Mein „23b“ erschien in „Zwielicht 5“, schaffte es 2014 zu einer Nominierung für den Vincent-Preis (jaja, Spitzenwortspiel) und belegte dort den sechsten Platz in der Kategorie Kurzgeschichten. „Alioth“ Eine Mission, von der es keine Wiederkehr gibt, …

Sascha Dinse hält die Zwielicht-Single 1 in Händen. Diese enthält von ihm die Horrorgeschichten "Isabelle" und "Endstation"

„Isabelle“ und „Endstation“ im Print-Doppelpack

Ich freue mich außerordentlich (und das ist wirklich selten), dass zwei meiner Geschichten quasi spontan gerade als Print erschienen sind. In Vorbereitung auf die Jubiläumsausgabe der „Zwielicht“-Anthologie, nämlich Nr. 10 derselben, und auf meine Lesung am 3.6.2017 auf dem WGT in Leipzig hat sich der Verleger entschlossen, kurzerhand eine Art Singleauskopplung aus der Antho auf den Markt zu bringen. Die A-Seite ist meine „Isabelle“, die auch in „Zwielicht 10“ enthalten sein wird, die B-Seite bildet meine „Endstation“, die bereits in „Zwielicht 8“ zu lesen war. Zusammengenommen bieten beide Geschichten ca. 80 Seiten bizarrer, spannender Twists und das eine oder ander WTF?-Ereignis. „Isabelle“ ist dabei deutlich gemeiner und gewalthaltiger als „Endstation“, was eher eine philosophische Note mitbringt. Achso, ja, KAUFEN kann man das Ganze natürlich auch. Auf meiner Lesung in Leipzig wird es ebenfalls die Möglichkeit geben, ein Exemplar käuflich zu erwerben, natürlich gern auch mit persönlicher Widmung 🙂

Sascha Dinse liest aus "Isabelle", Horrorgeschichte, auf dem WGT2017 in Leipzig

Lesung aus „Isabelle“ am 03.06.2017 in Leipzig

Nachdem ich bereits letztes Jahr von der großartigen Luci van Org eingeladen wurde, im Rahmen einer Veranstaltung des VEID e.V. auf dem WGT in Leipzig zu lesen, freue ich mich sehr, auch dieses Jahr wieder mit von der Partie sein zu dürfen. Am 03.06.2017 von ca. 16:00 Uhr bis 16:40 Uhr (sofern alles pünktlich läuft), werde ich einige Passagen aus „Isabelle“ lesen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist kein WGT-Ticket nötig, darüber hinaus ist der Eintritt frei. Es gibt also keine Ausrede, nicht dabei zu sein ^^ Genauere Informationen zum Ort der Lesung findet ihr in der Veranstaltung auf Facebook. Die Geschichte erscheint höchstwahrscheinlich in etwa zeitgleich in der Anthologie „Zwielicht 10“. Sowohl Verleger als auch Lektorin bescheinigten mir, dass die Geschichte „ein wenig krank“ (Verleger) bzw. „schon sehr krass“ (Lektorin) sei, was ich einfach mal als Gütesiegel ansehe, da beide sich sehr beeindruckt zeigten. Hier ein kleiner Teaser zu „Isabelle“ (Klick führt auf eine externe Seite): Wie in meinen Geschichten üblich, spielt auch „Isabelle“ mit der Wahrnehmung des Protagonisten und damit auch der der Leser*innen. …

Zitat aus der Kurzgeschichte "Isabelle" von Sascha Dinse, Horror

Was „Isabelle“ mit „Crash“ und „Lost Highway“ zu tun hat

First things first. Ich freue mich außerordentlich, dass meine „Isabelle“ es zu einer Veröffentlichung in der Jubiläumsausgabe der deutschen Horroranthologie „Zwielicht“ (nämlich in „Zwielicht 10“) geschafft hat. Nach „23b“ und „Endstation“ liefere ich nunmehr meine dritte Kurzgeschichte in der Anthologiereihe ab. Und, soviel kann ich versprechen, wem die anderen beiden gefallen haben, der wird auch seinen Spaß mit „Isabelle“ haben. Blutiger, kranker und sogar noch zynischer als die Vorgängerinnen, erlaubt „Isabelle“ einmal mehr den Blick in meine inneren Abgründe. Was in der Tat dazu führt, dass Freunde, die „Isabelle“ schon testlesen durften, sich wirklich die Frage stellen, ob meine Gesellschaft nicht doch irgendwie gefährlich ist … Inspiration und ihr Einfluss auf „Isabelle“ Aber was hat denn nun eine meiner Kurzgeschichten mit Filmen zu tun? „Crash“ von David Cronenberg und „Lost Highway“ von David Lynch sind nicht nur zwei meiner absoluten Lieblingsfilme, sondern lieferten maßgebliche Inspiration zu „Isabelle“. Das äußert sich in diesem Fall nicht in offensichtlichen Anspielungen, vielmehr in Grundmotiven. So gibt es in „Lost Highway“ eine Stelle, an der der Hauptcharakter sagt, dass er sich an Dinge …

auge schwarz weiß nahaufnahme

„Funken“ – Kurzgeschichte

Drei Wochen ist es jetzt her, dass man die Leichen des Ehepaars Peterson fand. Ein Freund der Familie hatte den beiden einen Besuch abstatten wollen und fand stattdessen ein Bild des Grauens. Sein gellender Schrei weckte die Hausbewohner und noch Minuten später hatte er sich nicht beruhigt, brüllte und heulte wie von Sinnen, so dass trotz später Stunde bald das ganze Haus auf den Beinen war. Irgendwann beruhigte er sich und saß regungslos auf der Treppe zur ersten Etage, die Augen starr ins Nichts gerichtet. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile und noch bevor Polizei und Krankenwagen vor Ort waren, hatte sich die gesamte Hausgemeinschaft unten in der Eingangshalle zusammengefunden, um zu tratschen, zu spekulieren und nach Schuldigen zu suchen. Ms. Eggleston aus der Dritten schwor Stein und Bein, am Abend eine schwarze Gestalt im Hausflur gesehen zu haben. Niemand nahm die Worte der alten Dame ernst. Wie glaubwürdig konnte jemand sein, der seit Urzeiten ohne Mann und Familie lebte? Noch dazu erzählte sie hin und wieder Geschichten über Geräusche in den Wänden und ähnlichen …

wellen auf dem meer, schaumkämme, schwarz-weiß

„Alioth“ erscheint 2017 in einer Anthologie

Während ich diesen Artikel schreibe, liegt die lektorierte Fassung von „Alioth“ auf meinem Schreibtisch und harrt der Änderungen, die ich noch vornehmen möchte. Letzter Feinschliff, Politur, wenn man so will. Hier und da ein Füllwort weniger, ein paar stilistische Korrekturen, aber zu ca. 98% ist die Geschichte bereits so, wie ich sie haben möchte. Da ich der Meinung bin, dass jede meiner Veröffentlichungen in bestmöglicher Qualität des Licht der Welt erblicken sollte, nehme ich mir die Zeit dafür, auch wenn es gerade wirklich stressig ist in meinem Leben. Die meisten meiner Geschichten entstehen ausschließlich in meinem Kopf, inspiriert von Dingen, die ich sehe, höre oder anderweitig erlebe. „Alioth“ ist insofern eine kleine Ausnahme, als dass die Inspiration dazu von einem Bild stammt, dem ich nicht zufällig über den Weg gelaufen bin. Vielmehr sprach mich die Lektorin einer früheren Geschichte (siehe „Endstation“, unlängst im Rahmen der „Zwielicht 8“- Anthologie erschienen) darauf an, dass sie vorhätte, eine Sammlung von Geschichten herauszugeben, die alle Bezug zu computergenerierten Bildern eines Digitalkünstlers haben. Also quasi ein Bildband mit von den …

Rosenblüte schwarz weiß auf schwarzem Hintergrund

„Susan“ erscheint demnächst bei Amrûn

Es gibt sie, diese Geschichten, die ich schreibe, um Gedanken, Gefühle, Träume oder Ängste zu verarbeiten. In fast allem, was ich so zu virtuellem Papier bringe, finden sich Elemente aus meinem Leben, reale oder herbeigesehnte, positive oder negative. Manchmal trage ich solche Dinge lange mit mir rum und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Autoren kennen das: Man hat da irgendwo in einer Windung des Verstandes eine Idee, eine vage Vorstellung von etwas, das man noch nicht konkretisieren kann. Oder man schleppt emotionalen Ballast mit sich herum, den man nicht loswerden kann. Schreiben hilft dabei. Es ist wirklich so, als könnte man diese Gedanken aus dem Kopf extrahieren, sie aufschreiben und dann irgendwo in eine Schublade legen. Oder man schreibt eine düstere, verschachtelte Science-Fiction-Kurzgeschichte, die demnächst im „Amrûn Verlag“ im Rahmen einer Anthologie erscheint (Link etc. folgt, sobald vorhanden). Mit aller Wahrscheinlichkeit sogar noch Ende 2016, wenn ich den gut informierten Kreisen (#verleger) glauben darf. Ich freue mich auf jeden Fall, selbst wenn es doch erst 2017 soweit sein sollte, denn „Susan“, so der …

Auszug aus "Endstation", Horror-Kurzgeschichte von Sascha Dinse

Gutes noch besser machen – Lektorat ftw!

Wie aufmerksamen Leser*innen meines Blogs sicher nicht entgangen ist, wird „Endstation“ Anfang 2016 in der nächsten Ausgabe der „Zwielicht“-Reihe erscheinen. Doch bis es soweit ist, steht noch Arbeit an. Zwar investiere ich viel Zeit in das Konstruieren komplexer Geschichten, die gespickt sind mit Kleinigkeiten, die am Ende alle einen Sinn ergeben, diversen Twists und Enden, die vielleicht kein Leser so erwartet hätte – aber all meine Zeit, mein Herzblut und mein Perfektionismus sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass auch ich nur ein Mensch bin. Ich merke das häufig, denn je mehr ich in die Geschichte involviert bin, desto weniger objektiv bin ich, was die Lesbarkeit und Konstruktion angeht. Was jetzt nicht heißt, das meine Geschichten schrecklich zu lesen wären, im Gegenteil (hoffe ich zumindest). Doch ein externer Blick auf das Ganze ist ungemein hilfreich. Daher freue ich mich, wenn die Verlage, die meine Geschichten in Anthologien herausgeben, sich ein gutes Lektorat leisten. Lektorat bedeutet dabei nicht, wie oft angenommen, eine Rechtschreibkontrolle, sondern vielmehr ein Eintauchen in den Kontext, ein Sich-Auseinandersetzen mit der Struktur des Textes. …