Alle Artikel mit dem Schlagwort: geschichten

Sonnenuntergang in Berlin, Spreeufer

Political Correctness? Is’ mir egal.

In meinem derzeitigen Hauptberuf als Dozent für Social Media und derartiges habe ich jeden Tag hautnah Kontakt mit Shitstorms, öffentlicher Aufregung, Skandälchen und Skandalen, die in den sozialen Netzwerken durch die Gegend schwappen. Schnell ereifert sich die Netz-Öffentlichkeit über vermeintlichen Sexismus, erschafft Hashtags wie #einearmlänge, stolpert über politisch nicht korrekte Äußerungen, während auf der Gegenseite die „besorgten Bürger“ in genau die entgegengesetzte Richtung argumentieren hetzen. Soweit, so Facebook. Beispiel? Gern. Vor einiger Zeit veröffentlichten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) einen Musikclip, der Mitarbeiter*innen der BVG als weltoffen darstellen sollte. Musikalisch … sagen wir, Geschmacksache … kam der Clip überwiegend gut an. Hier das Video zu „Is’ mir egal“. Sicher nicht Grammy-verdächtig, aber auch nicht total schlecht. Lässt mich zwar emotional kalt, aber das liegt vielleicht an mir. Was geschah nach der Veröffentlichung? Die Netz-Öffentlichkeit war größtenteils amüsiert, die BVG hatte ihr Ziel erreicht, für einige Tage mal positiv (!) in aller Munde zu sein. Ich als Berliner kann sagen, dass das eher selten der Fall ist. Doch die TAZ titelte kurz darauf: „Alles Weiße? Is’ nich’ …

Faszination Horror

Horror-Geschichten und -filme üben auf Menschen eine ganz besondere Faszination auf. Dort tun sich Abgründe auf, ob menschlicher oder übernatürlicher Natur. Das Genre Horror umfasst dabei unzählige Spielarten, von denen nur einige für mich relevant sind. Splatter- und Slasherfilme reizen mich gar nicht, ebenso finde ich Kreaturen-Horror (also mutierte Fische und sowas) total lahm. Obwohl ich mit „Aranea“ auch mal sowas in der Art geschrieben habe … natürlich mit den typischen merkwürdigen Elementen, die alle meinen Geschichten enthalten. Ich mag Horror, der im Kopf funktioniert. „The Ring“ kann ich mir auch heute noch nicht allein anschauen, „Blair Witch Project“ fand ich auch richtig gruselig. Natürlich weiß ich rational, dass das alles gestellt und inszeniert ist – aber es wirkt trotzdem. In meinen Horror-Geschichten versuche ich, meine Leser tief in die Geschehnisse hineinzuziehen, sie teilhaben zu lassen und (manchmal) sogar Sympathie für die handelnden Figuren entwickeln zu lassen. Natürlich nur, um sie danach mit einem bösen Twist vor den Kopf zu stoßen oder in einer unwirklich, schrecklichen und unbegreifbaren Situation zurückzulassen. Guter Horror ist der, der …