Alle Artikel mit dem Schlagwort: horror

Sascha Dinse liest aus "Isabelle", Horrorgeschichte, auf dem WGT2017 in Leipzig

Lesung aus „Isabelle“ am 03.06.2017 in Leipzig

Nachdem ich bereits letztes Jahr von der großartigen Luci van Org eingeladen wurde, im Rahmen einer Veranstaltung des VEID e.V. auf dem WGT in Leipzig zu lesen, freue ich mich sehr, auch dieses Jahr wieder mit von der Partie sein zu dürfen. Am 03.06.2017 von ca. 16:00 Uhr bis 16:40 Uhr (sofern alles pünktlich läuft), werde ich einige Passagen aus „Isabelle“ lesen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist kein WGT-Ticket nötig, darüber hinaus ist der Eintritt frei. Es gibt also keine Ausrede, nicht dabei zu sein ^^ Genauere Informationen zum Ort der Lesung findet ihr in der Veranstaltung auf Facebook. Die Geschichte erscheint höchstwahrscheinlich in etwa zeitgleich in der Anthologie „Zwielicht 10“. Sowohl Verleger als auch Lektorin bescheinigten mir, dass die Geschichte „ein wenig krank“ (Verleger) bzw. „schon sehr krass“ (Lektorin) sei, was ich einfach mal als Gütesiegel ansehe, da beide sich sehr beeindruckt zeigten. Hier ein kleiner Teaser zu „Isabelle“ (Klick führt auf eine externe Seite): Wie in meinen Geschichten üblich, spielt auch „Isabelle“ mit der Wahrnehmung des Protagonisten und damit auch der der Leser*innen. …

Zitat aus der Kurzgeschichte "Isabelle" von Sascha Dinse, Horror

Was „Isabelle“ mit „Crash“ und „Lost Highway“ zu tun hat

First things first. Ich freue mich außerordentlich, dass meine „Isabelle“ es zu einer Veröffentlichung in der Jubiläumsausgabe der deutschen Horroranthologie „Zwielicht“ (nämlich in „Zwielicht 10“) geschafft hat. Nach „23b“ und „Endstation“ liefere ich nunmehr meine dritte Kurzgeschichte in der Anthologiereihe ab. Und, soviel kann ich versprechen, wem die anderen beiden gefallen haben, der wird auch seinen Spaß mit „Isabelle“ haben. Blutiger, kranker und sogar noch zynischer als die Vorgängerinnen, erlaubt „Isabelle“ einmal mehr den Blick in meine inneren Abgründe. Was in der Tat dazu führt, dass Freunde, die „Isabelle“ schon testlesen durften, sich wirklich die Frage stellen, ob meine Gesellschaft nicht doch irgendwie gefährlich ist … Inspiration und ihr Einfluss auf „Isabelle“ Aber was hat denn nun eine meiner Kurzgeschichten mit Filmen zu tun? „Crash“ von David Cronenberg und „Lost Highway“ von David Lynch sind nicht nur zwei meiner absoluten Lieblingsfilme, sondern lieferten maßgebliche Inspiration zu „Isabelle“. Das äußert sich in diesem Fall nicht in offensichtlichen Anspielungen, vielmehr in Grundmotiven. So gibt es in „Lost Highway“ eine Stelle, an der der Hauptcharakter sagt, dass er sich an Dinge …

Straße im Dunkeln

Filmkritik: „The Invitation“ (2015)

So, gestern mal wieder einen Film gesehen, der mir auf einem Streamingportal als Geheimtipp empfohlen wurde. Sollte wohl was ganz Besonderes sein, dürfte man vorher nicht zu viel drüber wissen und so. Dies vorweg: Die erste Hälfte ist gut gelungen, danach geht’s bergab. Aber der Reihe nach. MASSIVE SPOILERS AHEAD!   Kammerspiel „The Invitation“ ist über weite Strecken ein sehr, sehr ruhiger Film, der seine Spannung bis kurz vor Schluss nur daraus bezieht, dass man die ganze Zeit über rätselt, was genau eigentlich passiert. Zu Beginn werden Will und seine neue Freundin Kira zu einer Party in den Hollywood Hills eingeladen, die von Wills Ex-Frau und deren neuem Lebensgefährten veranstaltet wird. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass Will und Eden (seine Ex) einen Sohn hatten, der bei einem Unfall um’s Leben kam, was die Beziehung der beiden zerstörte. Entsprechend überrascht ist Will, dass er nach zwei Jahren Funkstille plötzlich zu einer Party eingeladen wird. Im Haus der Ex angekommen (wo Will früher auch wohnte), treffen wir auf eine Gruppe von Personen, die im weiteren …

nebliger wald

Wie aus guten Ideen böse Geschichten werden

Ich schreibe ja bekanntermaßen nicht nur Horror (vgl. „Das Alison-Szenario“, „Susan“), aber im Augenblick arbeite ich ausschließlich an gruselig-surrealen Geschichten. Dabei ist für mich eine Sache gleichermaßen aufregend wie faszinierend: das Ausarbeiten einer „bösen“ Grundidee für die Geschichten. Dabei ist „böse“ nicht wörtlich zu nehmen, ich meine eher so eine Art Grundthema, das natürlich in meinen Geschichten letztlich doch immer schräg und mehr oder weniger fies ausfällt. Sagen wir, ich habe eine Grundidee wie in „Endstation“ (grundlegend war es wirklich nur eine sehr kurze Sequenz, nämlich die mit der Hand). Diese Szene war von Beginn an quasi das Zentrum des Plots, auch wenn für den Leser kaum klar wird, dass die Geschichte aus dieser Perspektive entstand. Ich habe dann also eine Idee, die ja allein bei weitem noch keine ganze Geschichte ausmacht. Es müssen also weitere Stränge her, die irgendwie sinnvoll in Beziehung zueinander stehen. Langsam entspinnt sich dann während des Plottens, also des grundsätzlichen Absteckens der Geschichte, ein Netz aus verschiedenen Elementen. Charaktere werden geboren, das Setting verdichtet sich und am Ende ist alles …

Berlin Asylum Kapitel II Filetstück Illustration

„Berlin Asylum – Kapitel II: Filetstück“ am 15.07.2016

Ein weiteres Mal wird das „Berlin Asylum“ am 15.07.2016 im Chester’s Berlin seine Hallen für das interessierte Publikum öffnen. Düster wird’s, das kann ich schon mal versprechen. Aber quietschbunte Hipsterparties gibt es ja auch genug, oder? Sehe ich auch so. Daher steuere ich auch diesmal eine exklusiv für diesen Abend geschriebene Geschichte bei. Nach dem sehr guten Feedback zu „Zimmerservice“, einer für meine Verhältnisse recht linearen Geschichte mit dem einen oder anderen WTF?-Moment, wird es in „Filetstück“, an der ich gerade noch schreibe, deutlich böser und gruseliger zugehen. Inspiration für die erste Sequenz der Geschichte ist übrigens das Intro von „Dead Space II“, falls sich jemand vorab leicht spoilern möchte 😛 Inhaltlich knüpft die neue Geschichte direkt an „Zimmerservice“ an, setzt also den dort begonnenen Handlungsfaden fort. Anders als beim letzten Mal spielt die Handlung jedoch nicht vollständig im Hotel, sondern gewährt einen Einblick in das Leben des Protagonisten nach den Vorfällen mit toten Menschen in Spiegeln, Insekten und einer mysteriösen Frau, die offenbar sehr viel mehr weiß, als sie zu erzählen bereit ist … …

Käfer und andere Insekten, schwarz-weiß, Artwork zur "Berlin Asylum"-Partyreihe, Künstlerin: Farina Fröde

„Berlin Asylum – Kapitel I: Zimmerservice“ am 6.5.2016

Dass Musik eine meiner Leidenschaften ist, könnte man hin und wieder schon mitbekommen haben. Umso mehr freue ich mich, wenn meine schriftstellerische Arbeit sich in irgendeiner Weise mit Musik verbinden lässt. Nein, damit meine ich nicht meine eigenen Kreationen, sondern die im Mai startende Partyreihe „Berlin Asylum“. Berlin Asylum – Kapitel I: Zimmerservice »Berlin Asylum« präsentiert sich als Mischung aus Klängen, die irgendwo zwischen kalter Elektronik, melancholisch-melodischem Wehklagen und der puren Ekstase entfesselten Wahnsinns oszilliert. Eingeleitet wird jede Veranstaltung mit einer Kurzgeschichte, die ihre Hörer*innen vorbereiten soll auf das, was im dunklen Gemäuer auf sie lauert. Ein ehrwürdiges Hotel inmitten des Molochs Berlin, voller Geschichten, die besser unerzählt blieben, lechzt nach frischem Blut. Als Zuflucht für verlorene Seelen ist das »Berlin Asylum« Herberge für die Getriebenen und bietet das richtige Zimmer für jeden Gast. (aus der Pressemitteilung zu „Berlin Asylum“) Hier der Trailer: Im Rahmen der vier geplanten Kapitel werde ich jeweils vor den Veranstaltungen eine meiner Geschichten lesen, die speziell für diesen Anlass geschrieben werden. Derzeit arbeite ich an „Zimmerservice“, einer kleinen, aber gemeinen …

Sascha Dinse, Schriftsteller, Urban Horror und Science-fiction

Urban Horror &
Science-fiction. Eine Erklärung.

Damals, ganz viel früher, da war die Welt noch einfach. Es gab nur eine Handvoll Genres von Musik, Literatur und Filmen, Buchläden hatten ein paar verschiedene Ecken, im Plattenladen gab’s leicht verständliche Sortierungen. Moderne Zeiten und das Internet haben diese Einfachheit in etwas verwandelt, das nur als Überdifferenzierung beschrieben werden kann – buchstäblich jeder Künstler erfindet für sich selbst ein quasi eigenes Genre, um sich, wenn schon nicht unbedingt qualitativ, so doch durch die Genrezuordnung abzuheben. So gibt es (mein persönlicher „Favourit“ übrigens) das Genre der sog. „Chick Lit“, Mädchen- und Frauenliteratur, häufig sehr kitschig, pseudo-erotisch und wirklich teils sehr banal. Angrenzend gibt’s dann jede Menge weitere Genres, allesamt hübsch marketingwirksam zusammengesteckte Begrifflichkeiten. Ökonomisch ist das sicher sinnvoll. Im völlig überschwemmten Markt, besonders im Bereich Self-Publishing, ist es heute viel schwerer geworden, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. „Urban Horror“ – Was zur Hölle soll das denn sein? Erzähle ich jemandem, dass ich Kurzgeschichten schreibe, stellt sich wohl jeder was anderes darunter vor. Erzähle ich indes, dass ich Horror schreibe, nun ja, auch dann stellt sich jeder noch was …

sonnenuntergang über der spree in berlin

Lesungen im Januar 2016 in Berlin

Jauchzet, frohlocket! Ich werde lesen. Der Januar 2016 bietet gleich zwei Gelegenheiten, mich live on stage zu erleben. Ich werde an zwei Terminen, nämlich am 07.01.2016 (exklusiver Termin nur mit mir) und am 23.01.2016 (Lesung im Anschluss an ein Krimidinner, mehrere Autoren) Kurzgeschichten bzw. Auszüge aus diesen zum Besten geben. Die „12 Grad Aetherloge“ ist dabei der perfekte Raum für meine Geschichten. Steampunkig, supercooler Inhaber, nette Leute, gute Verkehrsanbindung (U Frankfurter Tor, von dort aus ein kleines Stück zu Fuß) – was besseres könnte ich mir gar nicht wünschen. Umso mehr freut es mich, dass ich dort am 07.01.2016 gleich mal die ganze Bühne nur für mich habe, um euch an „Susan“ teilhaben zu lassen. Die Science-fiction-Kurzgeschichte wird Anfang 2016 in einer Anthologie im Amrûn-Verlag erscheinen. Bisher haben nur ca. zehn Menschen „Susan“ gelesen. Man könnte das also durchaus als Sneak-Preview bezeichnen 🙂 Lesung am 07.01.2016 (12 Grad Aetherloge Berlin) Dort werde ich aus „Susan“ lesen, einer Sci-fi-Geschichte mit gruseligen Elementen und einem Hauch Romantik. Ja, auch sowas kann ich. Mehr Infos hier. Lesung am …

Preview: „Endstation“ (Horror-Kurzgeschichte)

Heute mal endlich wieder ein kleiner Schnipsel aus „Endstation“, einer etwas schrägen Horror-Geschichte, mit der ich nun vielleicht doch endlich mal fertig werde. Vielleicht. Es geht um Philosophie, wer also Blut und Gedärme erwartet, wird hiermit nicht glücklich ^^ Insgesamt ist „Endstation“ auch eher etwas zum Mitdenken und Interpretieren als das böse Splatter-Inferno. Damit habe ich’s nicht so, auch wenn sich sowas sicher viel schneller schreiben ließe … Ich arbeite schon sehr lange an dieser Geschichte, was mehrere Gründe hat. Zum einen war meine Leben in den letzten Monaten eine Achterbahnfahrt der ganz besonders magenumdrehenden Sorte, zum anderen ist der Plot doch sehr komplex und brillante Ideen wachsen leider nicht auf Bäumen. Das dauert auch bei mir manchmal, bis der Geistesblitz kommt. Mein Anspruch an meine Geschichten ist hoch, daher bastle ich eben so lange daran herum, bis ich es wirklich gut finde. Auch wenn das Monate dauert. Klar, mir ist bewusst, dass ich bei diesem Schreibtempo ewig brauche, um auch nur mal eine eigene Sammlung zusammenstellen zu können, aber das ist nunmal mein kreativer …

Aktueller Stand Kurzgeschichten, Anfang 2015

Nachdem mein Projekt „Eigenes e-Book zu Weihnachten 2014“ kläglich gescheitert ist (was zum Teil an mir und zum anderen Teil an … widrigen Umständen lag), ändere ich kurzerhand dessen Titel in „Eigenes e-Book irgendwann in 2015“. Done! Und um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was da kommen wird, hier eine Liste der derzeit fertigen und gaaaaaanz fest eingeplanten noch zu schreibenden Dinge für meine erste Kurzgeschichtensammlung. Bereits fertige Geschichten „23b“ – Zu dieser Geschichte habe ich sehr viel sehr gutes Feedback erhalten, kann also nicht so schlecht sein. Inhaltlich reichlich surreal und bewusst interpretationsbedürftig, einige leicht eklige Szenen. „Susan“ – Bisher unveröffentlicht, nur ein handverlesener (muhaha!) Kreis an Personen hat „Susan“ bereits lesen dürfen. Eine meiner besten Arbeiten, wie ich finde. Enorm, was das ausmacht, wenn man die richtige Inspirationsquelle findet ^^ „Fegefeuer“ – Düster, metaphernlastig und mit hohem Gewaltanteil. Dabei ist „Fegefeuer“ aber geradliniger inszeniert als z.B. „23b“, was nicht heißt, dass man den Kopf dabei ausschalten sollte. „Das Alison-Szenario“ – Künstliche Intelligenz. Eine tolle Sache. Naja, vielleicht nicht immer. …