Alle Artikel mit dem Schlagwort: horror

Rezension zu Gho

Meine Rezension zu: „Ghost Stories“ (Kino)

Spoilerfreie Review, #justsaying. Gestern mal wieder im Kino gewesen. Muss ja auch mal sein. „Ghost Stories“ stand auf dem Programm, nachdem der Trailer Lust auf den Film machen konnte. Ohne übermäßige Erwartungen, aber mit dem Wunsch, sich mal wieder etwas zu gruseln, ging ich also in die englische OV des Films. Der Film beginnt mit einem Rückblick auf die Geschichte des Protagonisten Philip Goodman, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Scharlatanen im Bereich des Übernatürlichen das Handwerk zu legen. Er versteht sich als Berufsskeptiker, der nicht an Geister und dergleichen glaubt. Eines Tages jedoch erhält er Post von einer wahren Legende aus seinem Feld, von jemandem, den alle für tot hielten. Goodman soll für diesen anderen Skeptiker drei Fälle lösen, an denen dieser verzweifelt ist. Drei Fälle, in denen es offenbar wirklich übernatürliche Erscheinungen gab, die durch nichts anderes zu erklären waren. So, genug von der Handlung erzählt. Alles weitere würde spoilern. Ich kann aber soviel verraten: Der Film ist nicht so linear, wie es zunächst den Anschein hat. Da passiert noch was. Freunde …

Eine Frau hält Erdbeeren in Händen

Die „Krassen Kurzen“ sind auf Patreon

Aufmerksame Follower haben es natürlich längst mitbekommen. Seit einigen Wochen schreibe ich an einem neuen Format, den von mir so getauften „Krassen Kurzen“. Diese Geschichten sind auf eine Länge von maximal 1000 Wörtern begrenzt (das habe ich einfach mal so festgelegt) und sind als kleine Häppchen gedacht, die man mal so nebenbei inhalieren kann. Viele Geschichtenideen, die mein Kopf zu hervorbringt, sind nicht unbedingt für ausufernd lang erzählte Plots zu gebrauchen. Sicher, sowas wie „Endstation“ im Rahmen von 1000 Wörtern zu erzählen, ist unmöglich. Aber eine kleine gemeine Idee wie in „Erdbeermädchen“ passt sehr gut in dieses Format. Wie üblich ist es in einigen Geschichten gar nicht so leicht dahinterzukommen, was meine Grundidee war. Lest „Kaltes Herz“, dann versteht ihr vielleicht, was ich meine. Manchmal steckt mehr hinter einem Plot, als es den Anschein hat. Und vielleicht laufen euch in den „Krassen Kurzen“ auch mal Charaktere aus anderen meiner Geschichten über den Weg, wer weiß das schon? Die „Krassen Kurzen“ stehen auf meinem Patreon-Profil zum Lesen bereit. Auf absehbare Zeit werden diese Kurzgeschichten frei und …

Der rote Marker aus "Dead Space"

Inspi(el)ration: „Dead Space“

Bekanntermaßen bin ich ja großer Sci-Fi und Horror-Fan, besonders surreale und verstörende Elemente haben es mir angetan. Daher überrascht es kaum, dass die „Dead Space“-Reihe zu den Spielen gehört, die mich nicht nur am meisten beeindruckt, sondern ganz sicher auch inspiriert haben. In „Tartaros“ und meinem für 2018 geplanten Roman wird es deutliche Anspielungen auf „Dead Space“ geben. Worum geht es in „Dead Space“? Der erste Teil ist klassischer Survivalhorror im Science-Fiction-Setting. Isaac Clarke, Ingenieur und Hauptfigur der Reihe, soll mit dem Rest seiner Crew auf dem Bergbauschiff Ishimura nach dem Rechten sehen. Seine Freundin Nicole ist dort stationiert, was die ganze Sache für Isaac auch persönlich interessant macht. Doch dann laufen die Dinge nicht so wie geplant und schnell wird klar, dass die Ishimura ganz andere Probleme hat als irgendwelche technischen Defekte … So beginnt „Dead Space“: Was fasziniert an „Dead Space“? Obwohl der Nachfolger „Dead Space 2“ spielerisch weitaus besser geraten ist (es gibt mehr Abwechslung, ein komplexeres Waffensystem und eine bessere Inszenierung) ist es gerade die Reduzierung auf das Wesentliche, das den …

Mein Horror-Podcast „Tartaros“ startet im Dezember

Jetzt auch noch ein Podcast? Und ob! Im Dezember starte ich mit „Tartaros“, in dessen Rahmen ich eine Fortsetzungsgeschichte schreiben und lesen werden. Das Ganze wird noch mit elektronischer Untermalung versehen, damit die Atmosphäre passt. Die Idee dazu trage ich schon lange mit mir herum, doch zeitliche Probleme ließen es zuvor nicht zu, dass ich den Podcast wirklich umsetze. Nun jedoch ist es gesetzt und so soll es geschehen! Worum geht’s in „Tartaros“? Ohne an dieser Stelle zu spoilern, kann ich versprechen, dass die einzelnen Episoden eine zusammenhängende Geschichte erzählen werden, am Ende natürlich stets mit dem obligatorischen Cliffhanger. Horror-Sci-Fi würde ich es nennen, was euch erwartet. Selbstverständlich habe ich mir auch wieder den einen oder anderen Twist bereitgelegt, es wird die üblichen surrealen Elemente geben, blutig wird es dann und wann natürlich auch. Die Handlung wird in verschiedenen Episoden zu einem großen Ganzen zusammengesetzt. Den Anfang macht „Episode 1: Vara“, in der ihr den Protagonisten und seine aktuelle Situation kennenlernen werdet. Schräg, bedrohlich, unheimlich. Und ihr lernt Vara kennen, diese mysteriöse Person, von der nicht …

Zwielicht 10 ist erschienen und enthält „Isabelle“

Zum nunmehr dritten Mal habe ich eine Geschichte im „Zwielicht“-Horrormagazin unterbringen können. Nach „23b“ in „Zwielicht 5“ und „Endstation“ in Nummer 8 hat es nun meine „Isabelle“ in die Jubliäumsausgabe geschafft. Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob meine bislang blutigste Geschichte an die Erfolge ihrer Vorgängerinnen, die beide äußerst positiv aufgenommen wurden, anzuknüpfen vermag. Zwielicht X ist als Print- und E-Bookausgabe erhältlich, u.a. bei Amazon. Wie üblich bietet auch die zehnte Ausgabe des Zwielicht-Magazins vielseitigen Horror, sei es nun eher misanthropisch-zynisch wie in meiner „Isabelle“ oder gesellschaftskritisch wie in „Inser der Glückseligen“ oder ziemlich psycho wie in „Mona“ – geneigte Leser*innen werden hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf „Isabelle“: Ich wünsche schaurige Unterhaltung!  

glühlampe auf schwarzem hintergrund

COMING SOON: „Aus finstrem Traum Vol.1“ Geschichtensammlung

Seit einer Weile schon plane ich die Veröffentlichung meiner ersten „eigenen“ Publikation, also abseits von Anthologien, in denen ich nur ein Autor unter vielen bin. Nun bin ich endlich soweit, verlautbaren zu können, dass die Geschichten für Vol.1 feststehen und (tadaa!) bis auf zwei auch fertig geschrieben sind. „Ex inferis“ und „Charlotte“ sind aber auch so gut wie fertig, von daher ist es durchaus realistisch, wenn ich hier ankündige, dass Vol.1 noch diesen Herbst erscheinen wird. Welche Geschichten werden enthalten sein? Ich stelle sie euch im Folgenden kurz vor, ohne Spoiler natürlich. „23b“ Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Doch Jill, die nebenan in Apartment 23b einzieht, scheint wirklich ganz nett zu sein. Wären da nicht einige ziemlich bizarre Dinge, die in den folgenden Tagen ihren Lauf nehmen. Und was zur Hölle ist in diesem Koffer unter dem Bett? Mein „23b“ erschien in „Zwielicht 5“, schaffte es 2014 zu einer Nominierung für den Vincent-Preis (jaja, Spitzenwortspiel) und belegte dort den sechsten Platz in der Kategorie Kurzgeschichten. „Alioth“ Eine Mission, von der es keine Wiederkehr gibt, …

Sascha Dinse liest aus "Isabelle", Horrorgeschichte, auf dem WGT2017 in Leipzig

Lesung aus „Isabelle“ am 03.06.2017 in Leipzig

Nachdem ich bereits letztes Jahr von der großartigen Luci van Org eingeladen wurde, im Rahmen einer Veranstaltung des VEID e.V. auf dem WGT in Leipzig zu lesen, freue ich mich sehr, auch dieses Jahr wieder mit von der Partie sein zu dürfen. Am 03.06.2017 von ca. 16:00 Uhr bis 16:40 Uhr (sofern alles pünktlich läuft), werde ich einige Passagen aus „Isabelle“ lesen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist kein WGT-Ticket nötig, darüber hinaus ist der Eintritt frei. Es gibt also keine Ausrede, nicht dabei zu sein ^^ Genauere Informationen zum Ort der Lesung findet ihr in der Veranstaltung auf Facebook. Die Geschichte erscheint höchstwahrscheinlich in etwa zeitgleich in der Anthologie „Zwielicht 10“. Sowohl Verleger als auch Lektorin bescheinigten mir, dass die Geschichte „ein wenig krank“ (Verleger) bzw. „schon sehr krass“ (Lektorin) sei, was ich einfach mal als Gütesiegel ansehe, da beide sich sehr beeindruckt zeigten. Hier ein kleiner Teaser zu „Isabelle“ (Klick führt auf eine externe Seite): Wie in meinen Geschichten üblich, spielt auch „Isabelle“ mit der Wahrnehmung des Protagonisten und damit auch der der Leser*innen. …

Zitat aus der Kurzgeschichte "Isabelle" von Sascha Dinse, Horror

Was „Isabelle“ mit „Crash“ und „Lost Highway“ zu tun hat

First things first. Ich freue mich außerordentlich, dass meine „Isabelle“ es zu einer Veröffentlichung in der Jubiläumsausgabe der deutschen Horroranthologie „Zwielicht“ (nämlich in „Zwielicht 10“) geschafft hat. Nach „23b“ und „Endstation“ liefere ich nunmehr meine dritte Kurzgeschichte in der Anthologiereihe ab. Und, soviel kann ich versprechen, wem die anderen beiden gefallen haben, der wird auch seinen Spaß mit „Isabelle“ haben. Blutiger, kranker und sogar noch zynischer als die Vorgängerinnen, erlaubt „Isabelle“ einmal mehr den Blick in meine inneren Abgründe. Was in der Tat dazu führt, dass Freunde, die „Isabelle“ schon testlesen durften, sich wirklich die Frage stellen, ob meine Gesellschaft nicht doch irgendwie gefährlich ist … Inspiration und ihr Einfluss auf „Isabelle“ Aber was hat denn nun eine meiner Kurzgeschichten mit Filmen zu tun? „Crash“ von David Cronenberg und „Lost Highway“ von David Lynch sind nicht nur zwei meiner absoluten Lieblingsfilme, sondern lieferten maßgebliche Inspiration zu „Isabelle“. Das äußert sich in diesem Fall nicht in offensichtlichen Anspielungen, vielmehr in Grundmotiven. So gibt es in „Lost Highway“ eine Stelle, an der der Hauptcharakter sagt, dass er sich an Dinge …

Straße im Dunkeln

Filmkritik: „The Invitation“ (2015)

So, gestern mal wieder einen Film gesehen, der mir auf einem Streamingportal als Geheimtipp empfohlen wurde. Sollte wohl was ganz Besonderes sein, dürfte man vorher nicht zu viel drüber wissen und so. Dies vorweg: Die erste Hälfte ist gut gelungen, danach geht’s bergab. Aber der Reihe nach. MASSIVE SPOILERS AHEAD!   Kammerspiel „The Invitation“ ist über weite Strecken ein sehr, sehr ruhiger Film, der seine Spannung bis kurz vor Schluss nur daraus bezieht, dass man die ganze Zeit über rätselt, was genau eigentlich passiert. Zu Beginn werden Will und seine neue Freundin Kira zu einer Party in den Hollywood Hills eingeladen, die von Wills Ex-Frau und deren neuem Lebensgefährten veranstaltet wird. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass Will und Eden (seine Ex) einen Sohn hatten, der bei einem Unfall um’s Leben kam, was die Beziehung der beiden zerstörte. Entsprechend überrascht ist Will, dass er nach zwei Jahren Funkstille plötzlich zu einer Party eingeladen wird. Im Haus der Ex angekommen (wo Will früher auch wohnte), treffen wir auf eine Gruppe von Personen, die im weiteren …

nebliger wald

Wie aus guten Ideen böse Geschichten werden

Ich schreibe ja bekanntermaßen nicht nur Horror (vgl. „Das Alison-Szenario“, „Susan“), aber im Augenblick arbeite ich ausschließlich an gruselig-surrealen Geschichten. Dabei ist für mich eine Sache gleichermaßen aufregend wie faszinierend: das Ausarbeiten einer „bösen“ Grundidee für die Geschichten. Dabei ist „böse“ nicht wörtlich zu nehmen, ich meine eher so eine Art Grundthema, das natürlich in meinen Geschichten letztlich doch immer schräg und mehr oder weniger fies ausfällt. Sagen wir, ich habe eine Grundidee wie in „Endstation“ (grundlegend war es wirklich nur eine sehr kurze Sequenz, nämlich die mit der Hand). Diese Szene war von Beginn an quasi das Zentrum des Plots, auch wenn für den Leser kaum klar wird, dass die Geschichte aus dieser Perspektive entstand. Ich habe dann also eine Idee, die ja allein bei weitem noch keine ganze Geschichte ausmacht. Es müssen also weitere Stränge her, die irgendwie sinnvoll in Beziehung zueinander stehen. Langsam entspinnt sich dann während des Plottens, also des grundsätzlichen Absteckens der Geschichte, ein Netz aus verschiedenen Elementen. Charaktere werden geboren, das Setting verdichtet sich und am Ende ist alles …