Alle Artikel mit dem Schlagwort: kurzgeschichten

Sascha Dinse, Schriftsteller, Urban Horror und Science-fiction

Urban Horror &
Science-fiction. Eine Erklärung.

Damals, ganz viel früher, da war die Welt noch einfach. Es gab nur eine Handvoll Genres von Musik, Literatur und Filmen, Buchläden hatten ein paar verschiedene Ecken, im Plattenladen gab’s leicht verständliche Sortierungen. Moderne Zeiten und das Internet haben diese Einfachheit in etwas verwandelt, das nur als Überdifferenzierung beschrieben werden kann – buchstäblich jeder Künstler erfindet für sich selbst ein quasi eigenes Genre, um sich, wenn schon nicht unbedingt qualitativ, so doch durch die Genrezuordnung abzuheben. So gibt es (mein persönlicher „Favourit“ übrigens) das Genre der sog. „Chick Lit“, Mädchen- und Frauenliteratur, häufig sehr kitschig, pseudo-erotisch und wirklich teils sehr banal. Angrenzend gibt’s dann jede Menge weitere Genres, allesamt hübsch marketingwirksam zusammengesteckte Begrifflichkeiten. Ökonomisch ist das sicher sinnvoll. Im völlig überschwemmten Markt, besonders im Bereich Self-Publishing, ist es heute viel schwerer geworden, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. „Urban Horror“ – Was zur Hölle soll das denn sein? Erzähle ich jemandem, dass ich Kurzgeschichten schreibe, stellt sich wohl jeder was anderes darunter vor. Erzähle ich indes, dass ich Horror schreibe, nun ja, auch dann stellt sich jeder noch was …

Endstation einer U-Bahn in Berlin

Also los, 2016. Packen wir’s an!

Frohes Neues erst mal! Das neue Jahr ist noch frisch, gerade mal ein paar Stunden ist es alt, als ich diese Zeilen schreibe. Natürlich könnte ich jetzt seitenlang von guten Vorsätzen und dergleichen anfangen, von Dingen, die ich mir nur deswegen jedes Jahr auf’s neue vornehmen, weil ich sie ohnehin nicht so ernst nehme, wie ich vielleicht denke. Das erspare ich euch an dieser Stelle. Vielmehr soll das hier ein Fahrplan sein, der skizziert, wohin ich mich als Schriftsteller in 2016 bewegen werden. Das Artikelbild zeigt eine Endstation (Berlin, U-Bahnhof Innsbrucker Platz) und soll natürlich auf gleichnamige Geschichte anspielen, die Anfang 2016 veröffentlicht wird und bei der ich hoffe, dass sie ähnlich gut einschlagen wird, wie „23b“ es zuvor vermochte. Noch eine Nominierung für den Vincent Preis wäre schon sehr, sehr schön. Lesungen Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, startet mein 2016 gleich mit zwei Lesungen. Diesen sollen viele weitere folgen, ich werde in 2016 an verschiedenen Orten innerhalb Berlins, gern auch anderswo, lesen, meine Kurzgeschichten zum Besten geben, Werbung für mich machen und versuchen, einen gewissen …

Sonnenuntergang in Berlin, Spreeufer

Warum ich schreibe

Auf die Frage, warum ich schreibe, antworte ich meist instinktiv: „Weil ich muss.“ Und das ist die Wahrheit. Nicht weil mich materielle Zwänge oder Personen dazu bringen würden, sondern weil ich das Abwerfen von seelischem Ballast als Ventil brauche. Gerade in Zeiten voller Umwälzungen, voller beruflichem Stress und persönlicher Spannungen, wenn normalen Menschen vielleicht einfach Ablenkung suchen würden, stauen sich in mir Ideen und Gedanken an. Sofern ich diese nicht behelfsmäßig ableiten kann, wird’s schwierig. Abends, direkt vor dem Einschlafen, habe ich oft die besten Plotideen. Irgendwie hat der Verstand den ganzen Tag gearbeitet, aber in der Hektik des Alltags werden Ideen nicht greifbar. Abends, wenn der Stress sich legt, kommen die Ideen an die Oberfläche. Dann greife ich zum Smartphone, werfe Evernote an und mache mir Notizen zu Plots. Das ist entlastend. Ich empfinde es als physisch und psychisch ungemein anstrengend, Ideen unaufgeschrieben, unausgedrückt mit mir herumtragen zu müssen. Umso unerträglicher ist es, diese Dinge lange nicht loswerden zu können. Plotideen, Charaktere und besonders die oft gemeinen Twists sind quasi eine Manifestation meiner Gefühle, wenn …

Berlin Mitte mit untergehender Sonne, Alexanderplatz in Schwarz-Weiß

Eine Frage der Perspektive

Ein Freund meinte vor einiger Zeit zu mir, er hätte das Lesen von „Das Alison-Szenario“ sehr genossen, es sei aber anfangs schwierig gewesen, sich an die Erzählperspektive zu gewöhnen. Dazu muss man wohl kurz erläutern, dass ich stets aus der ersten Person und im Präsens erzähle. Bedeutet, meine Geschichten werden komplett aus den Augen und dem Verstand des Hauptcharakters erzählt. Ich verzichte bewusst auf den alleswissenden Erzähler, der parallel auch die Handlungen anderer Personen darstellt. Und ich mag die Vergangenheitsform nicht. Ehrlich gesagt kann ich nicht mal nachvollziehen, warum „Ich ging die Straße entlang.“ von vielen Lesern als besser (?) empfunden wird als „Ich gehe die Straße entlang.“ Für mich stellt letztere Version die weitaus packendere und direktere Erzählweise dar. Das mag damit zusammenhängen, dass in meinen Geschichten oft nicht so recht klar ist, ob sich alles auch wirklich so abspielt, wie der Protagonist es erlebt, oder ob ihm seine Wahrnehmung nicht doch einen Strich durch die Rechnung macht. Besonders die Schilderung solcher Ereignisse (mit Menschen reden, die eigentlich nicht da sind, zum Beispiel), deren Bedeutung …

Wie einer meiner Plots entsteht

Welten zu entwerfen, sich Charaktere auszudenken, Handlungsstränge zu entwickeln, Leserinnen und Leser gekonnt durch eine Geschichte zu führen, die spannend, wendungsreich und unvorhersehbar ist – das ist es, was ich unter „Schreiben“ verstehe. Ob Kurzgeschichte oder Roman, beide brauchen das, was man „Plot“ nennt. Quasi den roten Faden, um den herum die handelnden Figuren und Ereignisse arrangiert werden. Am Anfang meiner Geschichten steht in den allermeisten Fällen kein fertiger Plot, sondern eine Idee. Das kann ein Satz sein, das kann eine bestimmte Situation sein, das kann ebenso bereits das Ende einer Geschichte sein – fast ausnahmslos entsteht der richtige Plot, also die tatsächliche Geschichte, erst in einem Prozess. Dieser Prozess ist für mich das Spannendste am Schreiben, gleichzeitig aber auch das Anstrengendste. Wer mal etwas von mir gelesen hat, z.B. „Das Alison-Szenario“ oder „23b“, wird spätestens am Ende der Geschichten merken, dass die Handlungsstränge teilweise recht komplex sind und nicht unbedingt in der richtigen chronologischen Reihenfolge vorliegen. Ich mag diese Art Geschichten, in denen etwas hin und her gesprungen wird zwischen Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, …

Aktueller Stand Kurzgeschichten, Anfang 2015

Nachdem mein Projekt „Eigenes e-Book zu Weihnachten 2014“ kläglich gescheitert ist (was zum Teil an mir und zum anderen Teil an … widrigen Umständen lag), ändere ich kurzerhand dessen Titel in „Eigenes e-Book irgendwann in 2015“. Done! Und um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was da kommen wird, hier eine Liste der derzeit fertigen und gaaaaaanz fest eingeplanten noch zu schreibenden Dinge für meine erste Kurzgeschichtensammlung. Bereits fertige Geschichten „23b“ – Zu dieser Geschichte habe ich sehr viel sehr gutes Feedback erhalten, kann also nicht so schlecht sein. Inhaltlich reichlich surreal und bewusst interpretationsbedürftig, einige leicht eklige Szenen. „Susan“ – Bisher unveröffentlicht, nur ein handverlesener (muhaha!) Kreis an Personen hat „Susan“ bereits lesen dürfen. Eine meiner besten Arbeiten, wie ich finde. Enorm, was das ausmacht, wenn man die richtige Inspirationsquelle findet ^^ „Fegefeuer“ – Düster, metaphernlastig und mit hohem Gewaltanteil. Dabei ist „Fegefeuer“ aber geradliniger inszeniert als z.B. „23b“, was nicht heißt, dass man den Kopf dabei ausschalten sollte. „Das Alison-Szenario“ – Künstliche Intelligenz. Eine tolle Sache. Naja, vielleicht nicht immer. …

„Zwielicht 5“ im Videoblog

Michael Schmidt, Herausgeber der „Zwielicht“- und „Zwielicht Classic“-Anthologien, hat in einem Videoblogbeitrag ein paar Dinge zu „Zwielicht 5“ erzählt. Ich war so frei, mal an eine Stelle vorzuspulen, an der er sich positiv über mein „23b“ äußert 🙂 Buzzwords hierbei: „intensiv“ und „Favorit“. Freut mich sehr!  

Große Dinge, Schatten und so

Wie das immer so ist mit Plänen und guten Vorsätzen. In der Theorie klingt das alles toll und machbar und ganz sicher wird es auch genau so kommen … und dann, ja dann meldet sich diese „Realität“. Die lässt dann schnell mal das eigene Leben zu schwarzer Asche zerfallen (jaja, ich schreibe gerade so Dinge) und lacht einem ins Gesicht. So begibt es sich denn nun, dass ich mit meinem Romanprojekt doch erst in 2015 starten werden. Vorher schreibe ich lieber noch ein paar Kurzgeschichten zuende, an denen ich zum Teil auch schon wieder seit Monaten sitze und kaum voran komme. Letztlich muss auch ich Geld verdienen, über das Schreiben kommt da im Moment noch nichts rum. Immerhin nutze ich die Zeit auf den Reisen zu geschäftlichen Terminen zum Schreiben. Ich finde es außerordentlich beeindruckend, wenn manche Autoren pro Tag tausende Wörter schreiben können, ich schaff rein aus Zeitgründen derzeit kaum etwas. Liegt nicht an einem Mangel an Ideen, soviel kann ich sagen. Evernote ist vollgestopft mit Plotideen, düsteren Gedanken und gemeinen Wendungen. Es fehlt …

Das ist der Plan: ein eigenes e-book zu Weihnachten!

Endlich nimmt mein Plan etwas Gestalt an. Nach einigen Veröffentlichungen diverser Geschichten in 2013 und 2014 möchte ich Ende 2014 ein eigenes e-book mit einer Sammlung meiner Geschichten herausbringen. Soweit die Theorie. Eine Layouterin habe ich schon, sollte alles technisch auch kein Hexenwerk sein. Allerdings – und das ist wohl der Kernpunkt – muss ich einfach noch mehr schreiben. Simple as that. Welche Geschichten sind fertig? Fegefeuer Das Alison-Szenario Funken Jahrestag 23b Ein neuer Morgen (steckt gerade in einer Ausschreibung) Aranea (steckt gerade in einer Ausschreibung) Welche sind gerade in Arbeit? Isabelle Risse Blaues Feuer Das Tor von Iska Welche sollen unbedingt noch fertig werden? Hollowbrook Scherben Endstation Nice to have? Asche Maple Street 426 Paragon Das wären, abzgl. der nice-to-haves, 14 Geschichten. Ein guter Schnitt (haha) wie ich finde. So eine selbstverlegte Sammlung wird ja auch nur so in Richtung 3,99 € kosten, Umfang dürfte geschätzt bei knapp 300 Seiten liegen. Also, dann ran ans Werk.