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Rosenblüte schwarz weiß auf schwarzem Hintergrund

„Susan“ erscheint demnächst bei Amrûn

Es gibt sie, diese Geschichten, die ich schreibe, um Gedanken, Gefühle, Träume oder Ängste zu verarbeiten. In fast allem, was ich so zu virtuellem Papier bringe, finden sich Elemente aus meinem Leben, reale oder herbeigesehnte, positive oder negative. Manchmal trage ich solche Dinge lange mit mir rum und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Autoren kennen das: Man hat da irgendwo in einer Windung des Verstandes eine Idee, eine vage Vorstellung von etwas, das man noch nicht konkretisieren kann. Oder man schleppt emotionalen Ballast mit sich herum, den man nicht loswerden kann. Schreiben hilft dabei. Es ist wirklich so, als könnte man diese Gedanken aus dem Kopf extrahieren, sie aufschreiben und dann irgendwo in eine Schublade legen. Oder man schreibt eine düstere, verschachtelte Science-Fiction-Kurzgeschichte, die demnächst im „Amrûn Verlag“ im Rahmen einer Anthologie erscheint (Link etc. folgt, sobald vorhanden). Mit aller Wahrscheinlichkeit sogar noch Ende 2016, wenn ich den gut informierten Kreisen (#verleger) glauben darf. Ich freue mich auf jeden Fall, selbst wenn es doch erst 2017 soweit sein sollte, denn „Susan“, so der …

Foto des Setups vor einer Lesung aus "Susan", einer Science-fiction Kurzgeschichte von Sascha Dinse

Nach der Lesung ist vor der Lesung

Was für den Musiker das Spielen vor Publikum, das ist für den Schriftsteller die Lesung. Ich muss gestehen, dass ich sehr viel aufgeregter war, als ich erwartet hätte. Eigentlich verdiene ich meinen Lebensunterhalt derzeit als Dozent, erkläre also Menschen die unterschiedlichsten Dinge, halte Vorträge, moderiere Diskussionen … doch es ist durchaus etwas ganz anderes, aus den eigenen Werken vorzulesen. Das Vermitteln von Lehrstoff oder das freie Sprechen vor vielen Menschen bereiten mir keinerlei Probleme. Doch andere mitzunehmen in meine innerste Gedankenwelt, die nicht nur teils sehr surreal und merkwürdig, sondern eben auch sehr persönlich ist – das fühlt sich anders an. Ohne zu wissen, wie die Geschichte beim Publikum ankommen wird, muss ich in’s kalte Wasser springen und trotz Aufregung und Selbstzweifeln (ich bin bei weitem unsicherer, was meine Kunst angeht, als es nach außen vielleicht den Anschein hat) eine gute Leistung abliefern. Die „12 Grad Aetherloge“ bietet die perfekte Kulisse für eine Science-fiction-Lesung. In der Steampunk-Bar in Berlin Friedrichshain gab ich am 07.01.2016 also „Susan“ zum Besten, eine Geschichte, die so gar nicht Sci-fi-mäßig anfängt, stellenweise …