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düsterer Wald

Traumverloren

Ja, das wird einer dieser Schriftsteller-Artikel, die schwer zu verstehen sind. Es gibt sie, diese Träume, die so wunderbar sind, dass man nie mehr daraus erwachen möchte. Dass man sie festhalten, mitnehmen und nie vergehen lassen will. Umso erschütternder ist dann die Erkenntnis, dass diese wundervolle Welt und die Dinge, die sie darbot, nichts weiter sind als eine Ausgeburt des unterbewussten Teils des Verstandes. Ein Ausdruck dessen, was wir uns sehnlich wünschen, was in der tristen Wirklichkeit unerreichbar scheint, und gleichzeitig ein flüchtiges Trugbild, von dem ich nicht sicher bin, ob ich es wirklich sehen wollte, hätte ich die Wahl. Ist es schlimmer, niemals zu bekommen, was man sich wünscht, oder es, einen Augenblick danach sofort zu verlieren? Ich nehme an, dass jeder Mensch verschiedene Arten von Träumen kennt. Die, die man sofort vergisst, sobald man die Augen aufschlägt. Die, die einen schweißgebadet aufwachen lassen, und von denen man sich wünschte, sie gleich wieder zu vergessen. Und dann gibt es noch diese eine besondere Art Traum, die über das Erwachen hinaus erhalten bleibt. Was heißt schon Traum, …

Aus finstrem Traum …

Schriftsteller müssen wohl ein wenig merkwürdig sein, um düstere Sachen schreiben zu können, um tief in diverse (un)menschliche Abgründe eintauchen und halbwegs unversehrt wieder an die Oberfläche gelangen zu können. Natürlich spielen dabei surreale Traumwelten, künstliche Realitäten etc. eine Rolle, das spiegelt sich in vielen meiner Geschichten wider. Manchmal jedoch erwache ich morgens aus einem Traum, der sich so real anfühlte, so in sich überzeugend und so lebendig, dass ich während des Träumens nicht sicher war, ob das die Wirklichkeit oder naja, die geträumte Wirklichkeit ist. Aus meiner Erfahrung gibt es verschiedene Arten von Träumen. Da sind die total surrealen, wilden Träume, in denen scheinbar alles ineinander gekippt wird, was das Unterbewusstsein gerade so ausgräbt. In diesen Träumen springt man zwischen Orten, Zeiten, Personen und Situationen hin und her, unmögliche Dinge geschehen. Meistens habe ich nur eingeschränkte Kontrolle über das, was geschieht, kann höchstens reagieren. Und dann gibt es Träume derart, wie ich unlängst einen hatte. So viel realer, so viel näher dran an der Wirklichkeit (wobei ich Traumwelten durchaus ebenfalls als wirklich begreife, während …