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Wie einer meiner Plots entsteht

Welten zu entwerfen, sich Charaktere auszudenken, Handlungsstränge zu entwickeln, Leserinnen und Leser gekonnt durch eine Geschichte zu führen, die spannend, wendungsreich und unvorhersehbar ist – das ist es, was ich unter „Schreiben“ verstehe. Ob Kurzgeschichte oder Roman, beide brauchen das, was man „Plot“ nennt. Quasi den roten Faden, um den herum die handelnden Figuren und Ereignisse arrangiert werden. Am Anfang meiner Geschichten steht in den allermeisten Fällen kein fertiger Plot, sondern eine Idee. Das kann ein Satz sein, das kann eine bestimmte Situation sein, das kann ebenso bereits das Ende einer Geschichte sein – fast ausnahmslos entsteht der richtige Plot, also die tatsächliche Geschichte, erst in einem Prozess. Dieser Prozess ist für mich das Spannendste am Schreiben, gleichzeitig aber auch das Anstrengendste. Wer mal etwas von mir gelesen hat, z.B. „Das Alison-Szenario“ oder „23b“, wird spätestens am Ende der Geschichten merken, dass die Handlungsstränge teilweise recht komplex sind und nicht unbedingt in der richtigen chronologischen Reihenfolge vorliegen. Ich mag diese Art Geschichten, in denen etwas hin und her gesprungen wird zwischen Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, …