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Sonnenuntergang in Berlin, Spreeufer

Warum ich schreibe

Auf die Frage, warum ich schreibe, antworte ich meist instinktiv: „Weil ich muss.“ Und das ist die Wahrheit. Nicht weil mich materielle Zwänge oder Personen dazu bringen würden, sondern weil ich das Abwerfen von seelischem Ballast als Ventil brauche. Gerade in Zeiten voller Umwälzungen, voller beruflichem Stress und persönlicher Spannungen, wenn normalen Menschen vielleicht einfach Ablenkung suchen würden, stauen sich in mir Ideen und Gedanken an. Sofern ich diese nicht behelfsmäßig ableiten kann, wird’s schwierig. Abends, direkt vor dem Einschlafen, habe ich oft die besten Plotideen. Irgendwie hat der Verstand den ganzen Tag gearbeitet, aber in der Hektik des Alltags werden Ideen nicht greifbar. Abends, wenn der Stress sich legt, kommen die Ideen an die Oberfläche. Dann greife ich zum Smartphone, werfe Evernote an und mache mir Notizen zu Plots. Das ist entlastend. Ich empfinde es als physisch und psychisch ungemein anstrengend, Ideen unaufgeschrieben, unausgedrückt mit mir herumtragen zu müssen. Umso unerträglicher ist es, diese Dinge lange nicht loswerden zu können. Plotideen, Charaktere und besonders die oft gemeinen Twists sind quasi eine Manifestation meiner Gefühle, wenn …