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Elsenbrücke in Berlin Treptow

Time is not the boss of me. Is it?

Den Kopf voller Ideen, nach einem anstrengenden Arbeitstag müde nach Hause kommen, nur noch auf’s Sofa sinken wollen – das kommt mir mehr als bekannt vor. Jetzt noch schreiben? Ja. Irgendwie schon. Aber es geht einfach nicht. Tagsüber mehrere Stunden am Stück Menschen Dinge erklären (was Spaß macht), viel reden, ständig konzentriert sein, auf Fragen eingehen, mitdenken, kaum eine Sekunde entspannen können, das zehrt weitaus mehr an den vor allem geistigen Kräften, als man es sich vielleicht vorstellen mag. Doch ich will ja schriftstellerisch vorankommen. Aber ach!, wie soll das gelingen. Neben meinem Brotjob als freiberuflicher Dozent habe ich noch eine redaktionelle Nebentätigkeit, die ebenfalls Geld ins Haus bringt. Denn seien wir ehrlich: mit den Genres, die ich schreibe, verdiene ich frühestens in zehn Jahren mal Geld. Surrealer, wirklichkeitsverschiebender Horror und nachdenklich-misanthropische Science-fiction sind nicht unbedingt die Richtungen, die sich weit oben in den Bestsellerlisten finden. Fast bin ich neidisch auf die Autor*innen, die neben einem Job noch jeden Tag die Zeit und Kraft finden, sich dem Schreiben zu widmen. Zwar habe ich mir fest …