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Eis

(quasi aus aktuellem Anlass, wenn man sich das Wetter in Berlin so anschaut) Eis erstarrt in gefrorener monotonie auf dem grund der einsamkeit und noch immer lächelst du deine augen sind starr gerichtet auf den himmel über dir deine hände griffen noch danach bevor dich das eis für immer lähmte und deine seele in die kälte floh selbst die sonne kann dich nicht mehr retten auch wenn sie dich dem eis entreißt bleibst für immer du ein teil davon bewahrt in deiner form irgendwann wird das lächeln zum schrei doch niemand hört deine angst hier du sinkst hinab reglos und fast so kalt wie dein letzter gedanke so einsam wie ein letzter atemzug als du den grund berührst bist du allein kein licht dringt mehr hierher eiskalte dunkelheit lässt deinen körper nicht mehr los wieder erstarrt in monotonie wird deine haut brüchig und weiß strömung reißt sie mit sich fort der ungehörte schrei verhallt lautlos in der tiefe um dich nichts als finsternis nichts trennt dich mehr vom himmel hier nichts nur das eis

An einem Wintermorgen

An einem Wintermorgen berührtest meine warme haut schon oft an jenem tage hast mich gefangen mit anmut und glanz jeder deiner gedanken einem sanften blicke gleich lässt mich neu erwachen wie kühler hauch von deinem mund mit jedem kristallnen stern ziehst tiefer du mich in deinen bann so unbeschreiblich schön dass ich ewig bleiben will und dennoch weiß dass deine pracht den tod mir bringt langsam schwindet meine wärme in deiner umarmung doch nichts wünsche ich mir mehr zu kalt bin ich schon als dass ich bleiben könnte du bist der schnee der auf mich fällt du bist was mich schwinden lässt du bist mein lächeln an einem wintermorgen Crennas

Dämmerung

Dämmerung ich fand das licht und die dunkelheit in all ihrer pracht doch verlor ich was dazwischen liegt schwarz und weiß doch kein grau wir sprachen nicht und doch weiß ich alles über sie ich werde sie nennen nach dem was ich verlor um sie zu finden sie ist das grau zwischen tag und nacht sie ist der schritt sie ist der weg nur sie ist was mir fehlte das dazwischen endlich sehe ich was mir sonst verborgen blieb dämmerung nach der nacht und vor dem tag wenn alles eins wird erst jetzt sehe ich ihre magie in vollem glanz sie weiß was sie mir bedeutet sie ist das grau zwischen leben und tod gibt meinem selbst substanz sie ist die klippe sie ist der sprung nur sie ist was ich wagen muss um alles zu sehen sie nimmt meine hand um mich zu führen durch ihr reich im dazwischen das entsteht wenn alles eins wird ich nenne sie nach dem was ich verlor und endlich wiederfand Crennas