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Meine Rezension zu: „Ghost Stories“ (Kino)

Spoilerfreie Review, #justsaying.

Gestern mal wieder im Kino gewesen. Muss ja auch mal sein. „Ghost Stories“ stand auf dem Programm, nachdem der Trailer Lust auf den Film machen konnte. Ohne übermäßige Erwartungen, aber mit dem Wunsch, sich mal wieder etwas zu gruseln, ging ich also in die englische OV des Films.

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Der Film beginnt mit einem Rückblick auf die Geschichte des Protagonisten Philip Goodman, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Scharlatanen im Bereich des Übernatürlichen das Handwerk zu legen. Er versteht sich als Berufsskeptiker, der nicht an Geister und dergleichen glaubt. Eines Tages jedoch erhält er Post von einer wahren Legende aus seinem Feld, von jemandem, den alle für tot hielten. Goodman soll für diesen anderen Skeptiker drei Fälle lösen, an denen dieser verzweifelt ist. Drei Fälle, in denen es offenbar wirklich übernatürliche Erscheinungen gab, die durch nichts anderes zu erklären waren.

So, genug von der Handlung erzählt. Alles weitere würde spoilern. Ich kann aber soviel verraten: Der Film ist nicht so linear, wie es zunächst den Anschein hat. Da passiert noch was. Freunde meiner Geschichten könnten das, was passiert, durchaus mögen. Die Atmosphäre von „Ghost Stories“ ist sehr gelungen. Ob trostloser Vorort, runtergekommener Wohnwagen oder traumhaftes Anwesen (was für ein Haus, in dem der von Martin Freeman gespielt Charakter wohnt!), die Inszenierung trifft immer genau ins Schwarze.

Die drei einzelnen Geschichten sind überraschend gruselig ausgefallen, besonders die erste war bereits ziemlich fies. Ein Nachtwächter geht seltsamen Geräuschen in dem verlassenen Krankenhaus (?) nach, das er bewachen muss. Dunkel, sehr dunkel. Und fies.

Die zweite Episode fand ich persönlich nicht so gelungen, im Kontext der Gesamtgeschichte ergibt sie aber durchaus Sinn.

Die dritte Geschichte schließlich, in der wir Martin Freeman erleben, der von Geistern heimgesucht wird, ist böse und ziemlich schockierend. Gleichzeitig stellt sie den Übergang in eine andere Erzählebene dar, die dem Film dann eine überraschende Wendung gibt, die ich in der Tat so nicht habe kommen sehen. Zum Ende des Filmes hin wird es nicht nur bizarr, sondern auch noch einmal echt verstörend.

Am Ende blieb ich nachdenklich zurück, setzte die Geschehnisse Stück für Stück zusammen, um die gesamte Geschichte zu verstehen. Offensichtliche Plotholes sind mit bisher nicht aufgefallen, und das will schon was heißen. Dafür hat der Film durchaus einiges an Albtraumpotential.

„Ghost Stories“ ist ein guter Film. Gruselfreunde werde auf ihre Kosten kommen, dazu gibt es meist gut platzierte Jumpscares, die aber zum Glück nicht im Übermaß eingesetzt werden. Die eigentliche Geschichte ist zwar nicht übermäßig originell, dennoch gut umgesetzt und spannend aufgemacht. Alles in allem hätte ich nach dem Trailer etwas anderes erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Die Gruselepisoden sind allesamt eher klassischer Horror, hier wurde aus meiner Sicht die Möglichkeit verschenkt, noch schräger und bizarrer zu werden. Aber vielleicht sehe ich das auch nur so, weil ich selbst ein Faible für das Bizarre habe.

Ich vergebe 7/10 Punkten für „Ghost Stories“. Man muss ihn vielleicht nicht unbedingt im Kino sehen, dafür waren die Schauwerte jetzt nicht so überwältigend. Für einen gemütlichen Gruselabend auf dem Sofa ist der Film jedoch eine Empfehlung.

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