Alle Artikel in: inspiration

Tipps von anderen? Niemals! Arroganz? Vielleicht.

Ich halte mich eigentlich nicht für einen arroganten Typen. Doch weiß ich von mir, dass ich Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen, lieber allein mache, ohne Hilfe von anderen. Seien es das Erreichen bestimmter Dinge in Computerspielen (hier bin ich der absolute Self-Found- und No-Cheat-Spieler) das berufliche Vorankommen (ich bin nicht umsonst Freiberufler) oder eben das Schreiben. Ich bin mittlerweile Mitglied in etlichen Facebook-Gruppen, in denen sich andere Autoren untereinander austauschen, was ihre Werke angeht, Fragen zu Rechtschreibung und Grammatik klären und sich gegenseitig bei Formulierungen helfen. Besonders letzteres würde ich NIE in Anspruch nehmen. Meine Geschichten sind *meine* Geschichten. Ich bastle so lange daran rum, bis sie *mir* gefallen. Vielleicht ist das eine arrogante Einstellung, weil ich davon ausgehe, dass mein Geschmack, mein Talent und mein Schreibstil gut sind, aber eher friert die Hölle zu, bevor ich in einer Facebook-Gruppe frage, wie ich einen bestimmten Satz formulieren soll. Das ist es ja gerade, was das Schreiben für mich faszinierend macht: Die Möglichkeit, etwas völlig selbst zu erschaffen, Welten, Personen, Handlungsstränge, Formulierungen. Versteht mich …

Aus finstrem Traum …

Schriftsteller müssen wohl ein wenig merkwürdig sein, um düstere Sachen schreiben zu können, um tief in diverse (un)menschliche Abgründe eintauchen und halbwegs unversehrt wieder an die Oberfläche gelangen zu können. Natürlich spielen dabei surreale Traumwelten, künstliche Realitäten etc. eine Rolle, das spiegelt sich in vielen meiner Geschichten wider. Manchmal jedoch erwache ich morgens aus einem Traum, der sich so real anfühlte, so in sich überzeugend und so lebendig, dass ich während des Träumens nicht sicher war, ob das die Wirklichkeit oder naja, die geträumte Wirklichkeit ist. Aus meiner Erfahrung gibt es verschiedene Arten von Träumen. Da sind die total surrealen, wilden Träume, in denen scheinbar alles ineinander gekippt wird, was das Unterbewusstsein gerade so ausgräbt. In diesen Träumen springt man zwischen Orten, Zeiten, Personen und Situationen hin und her, unmögliche Dinge geschehen. Meistens habe ich nur eingeschränkte Kontrolle über das, was geschieht, kann höchstens reagieren. Und dann gibt es Träume derart, wie ich unlängst einen hatte. So viel realer, so viel näher dran an der Wirklichkeit (wobei ich Traumwelten durchaus ebenfalls als wirklich begreife, während …

Inspirations- und Filmtipp: „Repeaters“

Filme, in denen das Thema „Zeitreise“ oder „Zeitschleife“ behandelt wird, gibt es viele. „Twelve Monkeys“ oder „Butterfly Effect“ als gute Vertreter, „Looper“ als eher miesen und dann hätten wir noch die leichtfüßigen Sachen wie die „Täglich grüßt das Murmeltier“ oder die „Zurück in die Zukunft“-Reihe. „Repeaters“ nun greift das Thema „was-wäre-wenn-sich-derselbe-Tag-immer-wiederholte“ ebenfalls auf und verlässt sich dabei so gut wie überhaupt nicht auf Effekthascherei, sondern lotet die psychologische Dimension aus. Was macht es aus Menschen, wenn sie wissen, dass alles, was sie heute tun, am nächsten Morgen ungeschehen wäre? Wie reagieren die drei betroffenen Hauptpersonen, wenn sie die einzigen sind, die sich noch daran erinnern können, was „gestern“ geschehen ist? Wie weit kann man in so einer Situation gehen? Wie verhält man sich jemandem gegenüber, der gestern kaltblütig jemanden ermordet hat? Oder der mich gestern umgebracht hat? Sehr, sehr cooler Film mit schwermütigem Ende. Hier der Trailer:

So much bigger on the inside

Es gibt ja so Dinge, die „Doctor Who“ noch großartiger machen, als es ohnehin ist. Mehr sag ich dazu nicht. Whovians werden es verstehen, alle anderen sollten … ganz dringend anfangen, „Doctor Who“ zu schauen!! Kleiner Tipp: bei Netflix gibt’s derzeit alle 8 neuen Staffeln im O-Ton.

Wie einer meiner Plots entsteht

Welten zu entwerfen, sich Charaktere auszudenken, Handlungsstränge zu entwickeln, Leserinnen und Leser gekonnt durch eine Geschichte zu führen, die spannend, wendungsreich und unvorhersehbar ist – das ist es, was ich unter „Schreiben“ verstehe. Ob Kurzgeschichte oder Roman, beide brauchen das, was man „Plot“ nennt. Quasi den roten Faden, um den herum die handelnden Figuren und Ereignisse arrangiert werden. Am Anfang meiner Geschichten steht in den allermeisten Fällen kein fertiger Plot, sondern eine Idee. Das kann ein Satz sein, das kann eine bestimmte Situation sein, das kann ebenso bereits das Ende einer Geschichte sein – fast ausnahmslos entsteht der richtige Plot, also die tatsächliche Geschichte, erst in einem Prozess. Dieser Prozess ist für mich das Spannendste am Schreiben, gleichzeitig aber auch das Anstrengendste. Wer mal etwas von mir gelesen hat, z.B. „Das Alison-Szenario“ oder „23b“, wird spätestens am Ende der Geschichten merken, dass die Handlungsstränge teilweise recht komplex sind und nicht unbedingt in der richtigen chronologischen Reihenfolge vorliegen. Ich mag diese Art Geschichten, in denen etwas hin und her gesprungen wird zwischen Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, …

Inspiration: Doctor Who. Geronimo!

Kaum eine Serie hat mich so schnell und so vollständig faszinieren und bedingungslos in ihren Bann ziehen können wie die Neuauflage von „Doctor Who“. Fantastische Geschichten, in denen es oft genug um philosophische Fragen, das Ende der Welt und den Wert der Menschlichkeit geht, tolle Darsteller*innen, ikonische Gegner wie die Daleks und – natürlich – ein brillanter Humor zeichnen die Serie aus. Karen Gillan als Amy Pond ist für mich natürlich noch ein besonderer optischer Leckerbissen. Rothaarig. Blass. Schottin. Grrrr. Hier ein Beispiel für den Humor des Doctors. „Tea, but the strong stuff. Leave the bag in.“ Grandios. Ja, Matt ist mein Favorit. 11 ftw!

Inspiration: „Elizabeth“, Bioshock Infinite OST

Nicht nur „Bioshock Infinite“ hat mich nachhaltig beeindruckt ob seiner brillanten Erzählweise, des tollen Designs und der aus meiner Sicht großartigsten Figur seit Ewigkeiten: Elizabeth, sondern auch der Soundtrack ist ein Meisterstück. Zwischen Melancholie und Düsternis, sehr emotional und einfach unglaublich inspirierend. Von der Instrumentierung dem „Game of Thrones“ Soundtrack nicht unähnlich. „Elizabeth“ Und für alle, die sowohl ein Klavier besitzen, als auch zumindest einigermaßen spielen können, hier ein kleines Tutorial zum Stück: Ich hoffe sehr, dass es irgendwann mal einen Ableger von Bioshock Infinite gibt, in dem Elizabeth die Hauptrolle spielt. Auch wenn das nach den beiden „Burial at Sea“-DLCs leider sehr unwahrscheinlich ist … *schnüff* aber hey, wir haben es immerhin mit Quantenwelten zu tun und in irgendeiner davon ist bestimmt alles gut. Ich muss einfach nur fest genug daran glauben.

Teaser: „Endstation“

Es ist Weihnachten und da will ich mal nicht so sein. Hier gibt’s einen Schnipsel aus „Endstation“, einer Horror-Kurzgeschichte, an der dich gerade arbeite. Der Auszug stammt vom Anfang der Geschichte, zum Ende hin wird das deutlich … expliziter, soviel kann ich versprechen. Nach dem Sci-fi-Ausflug mit „Susan“ geht’s hier mal wieder deutlich härter zur Sache. Doch wie üblich hat das Ganze ein Konzept und eine philosophische Idee, die vielleicht der eine oder andere nachvollziehen kann … ich hoffe zwar, nicht in derselben Konsequenz wie der Protagonist von „Endstation“, aber ich will hier niemandem vorschreiben, wie er/sie zu leben hat ^^ Als Vorbereitung auf die fertige Version empfehle ich, sich mal mit Sartre und speziell dem Existenzialismus auseinander zu setzen. Darum geht’s letztlich in „Endstation“, wenn auch auf eher unkonventionelle Art und Weise. In diesem Sinne wünsche ich noch ein paar besinnliche (?) Tage im Restjahr 2014 und ein fantastisches neues Jahr!

Inspiration: VNV Nation „Rubicon“

Es gibt Songs, die begleiten mich schon mein halbes Leben. Sie sind für mich Quelle von Energie, Inspiration und, so pathetisch das klingen mag, sie geben mir Halt. Besonders in stürmischen Zeiten (ja, 2014, ich rede von dir) ist es die Musik, die mir hilft, mein Leben trotz widriger Umstände im Griff zu behalten. Dass daneben auch jede Menge Ideen für Geschichten abfallen, ist ein sehr positiver Nebeneffekt. Hier einer meiner absoluten Lieblingssongs von VNV Nation: „Rubicon“. Großartiges Stück, ich tanze IMMER, wenn das läuft, und wenn ich der einzige bin. Besonders die Lyrics sind grandios, weswegen ich mich veranlasst sehe, diese unter dem Video mit einzufügen. Lyrics zu „Rubicon“ <3 „Praying for myself, These thoughts I try to hide, I have faith in me, I hope this will survive, But it’s tearing me apart. I can’t hear the words by which I guide, So I must ask again, Who will carry me? I will not deny, Nothing can defend, From the helplessness, That’s cutting deep inside, And I can’t prevent, The thought that nothing’s …

Rückblick 2014

2014 war für mich (aus rein schriftstellerischer Sicht) ein außerordentlich gutes und erfolgreiches Jahr. Privat war es eher eine ziemliche Katastrophe (aber mit einigen Lichtblicken), aber hey, man kann manchmal wohl tatsächlich nicht alles haben … In 2013 wurden „Funken“ und „Jahrestag“ erstmals veröffentlicht, die ersten beiden Kurzgeschichten, die ich bei Ausschreibungen eingereicht hatte. Keine schlechte Ausbeute also. Motiviert dadurch suchte ich nach weiteren Möglichkeiten, meine Geschichten unter’s Volk zu bringen. Wie Michael Schmidt im Interview mit mir treffend feststellte, habe ich bisher nur eine Handvoll Geschichten veröffentlicht (hier nachzulesen), was aber ganz und gar nicht an fehlenden Ideen liegt, sondern einzig und allein zeitliche Gründe hat. Zwar versuche ich, mir Zeitfenster für’s Schreiben zu schaffen, doch leider lassen sich Inspiration und die nötige Stimmung nicht erzwingen. Nicht zuletzt die guten Kritiken zu „23b“ haben mich aber weiter angestachelt, in 2015 mal etwas konsequenter schriftstellerisch tätig zu werden. So schmerzhaft die privaten Veränderungen in 2014 auch gewesen sein mögen, sie liefern neben allerlei Inspiration für böse Horrorgeschichten auch eines: eine Perspektive für eine persönliche Neuausrichtung. …