Alle Artikel in: kurzgeschichten

Käfer und andere Insekten, schwarz-weiß, Artwork zur "Berlin Asylum"-Partyreihe, Künstlerin: Farina Fröde

„Berlin Asylum – Kapitel I: Zimmerservice“ am 6.5.2016

Dass Musik eine meiner Leidenschaften ist, könnte man hin und wieder schon mitbekommen haben. Umso mehr freue ich mich, wenn meine schriftstellerische Arbeit sich in irgendeiner Weise mit Musik verbinden lässt. Nein, damit meine ich nicht meine eigenen Kreationen, sondern die im Mai startende Partyreihe „Berlin Asylum“. Berlin Asylum – Kapitel I: Zimmerservice »Berlin Asylum« präsentiert sich als Mischung aus Klängen, die irgendwo zwischen kalter Elektronik, melancholisch-melodischem Wehklagen und der puren Ekstase entfesselten Wahnsinns oszilliert. Eingeleitet wird jede Veranstaltung mit einer Kurzgeschichte, die ihre Hörer*innen vorbereiten soll auf das, was im dunklen Gemäuer auf sie lauert. Ein ehrwürdiges Hotel inmitten des Molochs Berlin, voller Geschichten, die besser unerzählt blieben, lechzt nach frischem Blut. Als Zuflucht für verlorene Seelen ist das »Berlin Asylum« Herberge für die Getriebenen und bietet das richtige Zimmer für jeden Gast. (aus der Pressemitteilung zu „Berlin Asylum“) Hier der Trailer: Im Rahmen der vier geplanten Kapitel werde ich jeweils vor den Veranstaltungen eine meiner Geschichten lesen, die speziell für diesen Anlass geschrieben werden. Derzeit arbeite ich an „Zimmerservice“, einer kleinen, aber gemeinen …

cover zwielicht 8 anthologie

„Zwielicht 8“ erscheint bald und enthält „Endstation“

„Zwielicht 8“, die nächste Ausgabe der Horror- und Phantastik-Anthologie, erscheint demnächst. Grund zur Freude für mich, denn meine „Endstation“ wird enthalten sein. Veröffentlichung ist für April/Mai 2016 angepeilt. Wenn es soweit ist, gibt’s natürlich hier Infos dazu. Hier schon mal ein Blick auf’s Cover. Mehr zur Reihe und den vorangegangenen Ausgaben gibt es hier. Mein „23b“ erschien in einer der früheren Ausgabe der Zwielicht-Anthologie und konnte viel positive Kritik verzeichnen.

Sascha Dinse, Schriftsteller, Urban Horror und Science-fiction

Urban Horror &
Science-fiction. Eine Erklärung.

Damals, ganz viel früher, da war die Welt noch einfach. Es gab nur eine Handvoll Genres von Musik, Literatur und Filmen, Buchläden hatten ein paar verschiedene Ecken, im Plattenladen gab’s leicht verständliche Sortierungen. Moderne Zeiten und das Internet haben diese Einfachheit in etwas verwandelt, das nur als Überdifferenzierung beschrieben werden kann – buchstäblich jeder Künstler erfindet für sich selbst ein quasi eigenes Genre, um sich, wenn schon nicht unbedingt qualitativ, so doch durch die Genrezuordnung abzuheben. So gibt es (mein persönlicher „Favourit“ übrigens) das Genre der sog. „Chick Lit“, Mädchen- und Frauenliteratur, häufig sehr kitschig, pseudo-erotisch und wirklich teils sehr banal. Angrenzend gibt’s dann jede Menge weitere Genres, allesamt hübsch marketingwirksam zusammengesteckte Begrifflichkeiten. Ökonomisch ist das sicher sinnvoll. Im völlig überschwemmten Markt, besonders im Bereich Self-Publishing, ist es heute viel schwerer geworden, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. „Urban Horror“ – Was zur Hölle soll das denn sein? Erzähle ich jemandem, dass ich Kurzgeschichten schreibe, stellt sich wohl jeder was anderes darunter vor. Erzähle ich indes, dass ich Horror schreibe, nun ja, auch dann stellt sich jeder noch was …

Foto des Setups vor einer Lesung aus "Susan", einer Science-fiction Kurzgeschichte von Sascha Dinse

Nach der Lesung ist vor der Lesung

Was für den Musiker das Spielen vor Publikum, das ist für den Schriftsteller die Lesung. Ich muss gestehen, dass ich sehr viel aufgeregter war, als ich erwartet hätte. Eigentlich verdiene ich meinen Lebensunterhalt derzeit als Dozent, erkläre also Menschen die unterschiedlichsten Dinge, halte Vorträge, moderiere Diskussionen … doch es ist durchaus etwas ganz anderes, aus den eigenen Werken vorzulesen. Das Vermitteln von Lehrstoff oder das freie Sprechen vor vielen Menschen bereiten mir keinerlei Probleme. Doch andere mitzunehmen in meine innerste Gedankenwelt, die nicht nur teils sehr surreal und merkwürdig, sondern eben auch sehr persönlich ist – das fühlt sich anders an. Ohne zu wissen, wie die Geschichte beim Publikum ankommen wird, muss ich in’s kalte Wasser springen und trotz Aufregung und Selbstzweifeln (ich bin bei weitem unsicherer, was meine Kunst angeht, als es nach außen vielleicht den Anschein hat) eine gute Leistung abliefern. Die „12 Grad Aetherloge“ bietet die perfekte Kulisse für eine Science-fiction-Lesung. In der Steampunk-Bar in Berlin Friedrichshain gab ich am 07.01.2016 also „Susan“ zum Besten, eine Geschichte, die so gar nicht Sci-fi-mäßig anfängt, stellenweise …

Endstation einer U-Bahn in Berlin

Also los, 2016. Packen wir’s an!

Frohes Neues erst mal! Das neue Jahr ist noch frisch, gerade mal ein paar Stunden ist es alt, als ich diese Zeilen schreibe. Natürlich könnte ich jetzt seitenlang von guten Vorsätzen und dergleichen anfangen, von Dingen, die ich mir nur deswegen jedes Jahr auf’s neue vornehmen, weil ich sie ohnehin nicht so ernst nehme, wie ich vielleicht denke. Das erspare ich euch an dieser Stelle. Vielmehr soll das hier ein Fahrplan sein, der skizziert, wohin ich mich als Schriftsteller in 2016 bewegen werden. Das Artikelbild zeigt eine Endstation (Berlin, U-Bahnhof Innsbrucker Platz) und soll natürlich auf gleichnamige Geschichte anspielen, die Anfang 2016 veröffentlicht wird und bei der ich hoffe, dass sie ähnlich gut einschlagen wird, wie „23b“ es zuvor vermochte. Noch eine Nominierung für den Vincent Preis wäre schon sehr, sehr schön. Lesungen Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, startet mein 2016 gleich mit zwei Lesungen. Diesen sollen viele weitere folgen, ich werde in 2016 an verschiedenen Orten innerhalb Berlins, gern auch anderswo, lesen, meine Kurzgeschichten zum Besten geben, Werbung für mich machen und versuchen, einen gewissen …

Auszug aus "Endstation", Horror-Kurzgeschichte von Sascha Dinse

Gutes noch besser machen – Lektorat ftw!

Wie aufmerksamen Leser*innen meines Blogs sicher nicht entgangen ist, wird „Endstation“ Anfang 2016 in der nächsten Ausgabe der „Zwielicht“-Reihe erscheinen. Doch bis es soweit ist, steht noch Arbeit an. Zwar investiere ich viel Zeit in das Konstruieren komplexer Geschichten, die gespickt sind mit Kleinigkeiten, die am Ende alle einen Sinn ergeben, diversen Twists und Enden, die vielleicht kein Leser so erwartet hätte – aber all meine Zeit, mein Herzblut und mein Perfektionismus sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass auch ich nur ein Mensch bin. Ich merke das häufig, denn je mehr ich in die Geschichte involviert bin, desto weniger objektiv bin ich, was die Lesbarkeit und Konstruktion angeht. Was jetzt nicht heißt, das meine Geschichten schrecklich zu lesen wären, im Gegenteil (hoffe ich zumindest). Doch ein externer Blick auf das Ganze ist ungemein hilfreich. Daher freue ich mich, wenn die Verlage, die meine Geschichten in Anthologien herausgeben, sich ein gutes Lektorat leisten. Lektorat bedeutet dabei nicht, wie oft angenommen, eine Rechtschreibkontrolle, sondern vielmehr ein Eintauchen in den Kontext, ein Sich-Auseinandersetzen mit der Struktur des Textes. …

„Endstation“ erscheint in „Zwielicht 8“

Kurz vor Jahresende habe ich noch mal Grund, mich durchaus ein wenig zu freuen. Gerade heute morgen kam Feedback vom Verleger, dass „Endstation“, eine wie üblich düster-verzwickte Horrorgeschichte aus meiner Feder, Anfang 2016 im Rahmen der Anthologie „Zwielicht 8“ erscheinen wird. Bereits „23b“ hat es seinerzeit in eine der Zwielicht-Anthologien geschafft, was mir dann auch gleich eine Nominierung für den Vincent-Preis eingebracht hat. Wollen wir doch mal schauen, ob das mit „Endstation“ auch klappt. Das Zeug dazu hätte die Geschichte allemal, ich selbst finde sie um einige Ecken anspruchsvoller als „23b“. Ohne spoilern zu wollen, finden sich in „Endstation“ neben den obligatorischen „Oh, wait … „-Elementen, ein bisschen Blut und durchaus gruseligen Vorkommnissen philosophische Ideen wieder, die ich oft als Motive verwende. Um die Geschichte vollends zu verstehen und den Grundgedanken komplett aufnehmen zu können, kann es nicht schaden, sich zumindest einführend mit Sartres Existenzialismus auseinanderzusetzen. Es muss ja nicht gleich „Das Sein und das Nichts“ sein … Und natürlich findet sich die eine oder andere Anspielung auf Filme oder Spiele wieder, die mal mehr, mal …

Berlin Mitte mit untergehender Sonne, Alexanderplatz in Schwarz-Weiß

Eine Frage der Perspektive

Ein Freund meinte vor einiger Zeit zu mir, er hätte das Lesen von „Das Alison-Szenario“ sehr genossen, es sei aber anfangs schwierig gewesen, sich an die Erzählperspektive zu gewöhnen. Dazu muss man wohl kurz erläutern, dass ich stets aus der ersten Person und im Präsens erzähle. Bedeutet, meine Geschichten werden komplett aus den Augen und dem Verstand des Hauptcharakters erzählt. Ich verzichte bewusst auf den alleswissenden Erzähler, der parallel auch die Handlungen anderer Personen darstellt. Und ich mag die Vergangenheitsform nicht. Ehrlich gesagt kann ich nicht mal nachvollziehen, warum „Ich ging die Straße entlang.“ von vielen Lesern als besser (?) empfunden wird als „Ich gehe die Straße entlang.“ Für mich stellt letztere Version die weitaus packendere und direktere Erzählweise dar. Das mag damit zusammenhängen, dass in meinen Geschichten oft nicht so recht klar ist, ob sich alles auch wirklich so abspielt, wie der Protagonist es erlebt, oder ob ihm seine Wahrnehmung nicht doch einen Strich durch die Rechnung macht. Besonders die Schilderung solcher Ereignisse (mit Menschen reden, die eigentlich nicht da sind, zum Beispiel), deren Bedeutung …

Isabelle, Jill & Zoe - Figuren aus den Kurzgeschichten von Sascha Dinse

Um der Perfektion willen

Wenn ich mir Autor*innen anschaue, die zum Teil mehrere Romane pro Jahr veröffentlichen, bin ich gleichermaßen beeindruckt wie verunsichert. Wie machen die das? Wie schaffen die es, so schnell und gleichzeitig tiefgehend und komplex zu schreiben? Oder machen die das gar nicht, sondern legen mehr Wert auf Masse? Warum brauche ich eine gefühlte Ewigkeit, um auch nur eine einzige Geschichte fertig zu schreiben? Und welches Vorgehen ist besser, sinnvoller, langfristig Erfolg versprechender? Fragen über Fragen. Ich sitze zum Teil an einigen meiner Geschichten Wochen, wenn nicht Monate, bis ich endlich bereit bin, sie in die Welt zu ent- bzw. auf die Leserschaft loszulassen. „Endstation“ hat mich insgesamt Monate gekostet, bis es soweit gereift war, dass ich es als fertig angesehen habe. Zum einen lag das am immer noch aktuellen Zeitmangel, den mein Hauptberuf mit sich bringt, zum anderen weist „Endstation“ eine sehr komplexe Geschichte auf, die sich erst beim mehrmaligen Lesen richtig entfaltet. Zoe ist mir als Charakter so sehr ans Herz gewachsen, dass ich darüber nachdenke, wie ich sie irgendwo anders noch einmal auftreten …

sonnenuntergang über der spree in berlin

Lesungen im Januar 2016 in Berlin

Jauchzet, frohlocket! Ich werde lesen. Der Januar 2016 bietet gleich zwei Gelegenheiten, mich live on stage zu erleben. Ich werde an zwei Terminen, nämlich am 07.01.2016 (exklusiver Termin nur mit mir) und am 23.01.2016 (Lesung im Anschluss an ein Krimidinner, mehrere Autoren) Kurzgeschichten bzw. Auszüge aus diesen zum Besten geben. Die „12 Grad Aetherloge“ ist dabei der perfekte Raum für meine Geschichten. Steampunkig, supercooler Inhaber, nette Leute, gute Verkehrsanbindung (U Frankfurter Tor, von dort aus ein kleines Stück zu Fuß) – was besseres könnte ich mir gar nicht wünschen. Umso mehr freut es mich, dass ich dort am 07.01.2016 gleich mal die ganze Bühne nur für mich habe, um euch an „Susan“ teilhaben zu lassen. Die Science-fiction-Kurzgeschichte wird Anfang 2016 in einer Anthologie im Amrûn-Verlag erscheinen. Bisher haben nur ca. zehn Menschen „Susan“ gelesen. Man könnte das also durchaus als Sneak-Preview bezeichnen 🙂 Lesung am 07.01.2016 (12 Grad Aetherloge Berlin) Dort werde ich aus „Susan“ lesen, einer Sci-fi-Geschichte mit gruseligen Elementen und einem Hauch Romantik. Ja, auch sowas kann ich. Mehr Infos hier. Lesung am …